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Das Hochglanz-Display im Testcenter

20.06.2006 | 13:44 Uhr |

Das Hochglanz-Display im Testcenter

Glänzen heißt auch spiegeln. Foto aus dem Blog Ars Technica.
Vergrößern Glänzen heißt auch spiegeln. Foto aus dem Blog Ars Technica.

Auch professionelle Computer-Tester bestätigen, dass das Macbook-Display mehr Licht reflektiert als frühere Modelle aus dem Hause Apple. Der Mac-Hersteller versuche zwar Reflexionen durch einen so genannten „Hochglanz-Polarisierer“ zu verringern. Allerdings: Sitzt man mit dem Rücken zum geöffneten Fenster, stören die Reflexionen, sagt Macwelt-Testchef Christian Möller. Arbeitet man mit Blick aufs Fenster, oder befinden sich Fenster seitlich vom Arbeitsplatz, hat man laut Möller mit Reflexionen wenig bis gar nicht zu kämpfen. Die Marketing-Aussagen von Apple konnte er im Testlabor bestätigen: Die Hochglanz-Displays zeigen brillante Farben und sind lichtstärker als die matten Vorgänger, auch Farbkontraste und die Helligkeitsverteilung über die gesamte Monitorfläche konnten überzeugen.

Die Zeitschrift ct’ stellt ebenfalls die Vorteile der „Glossy Displays“ heraus. Der maximale Helligkeitswert sei mit mehr als 200 cd/m 2 besser als bei den matten Displays von Apple, der Kontrast mit 558:1 beim weißen Macbook ordentlich. Allerdings bemängeln die Tester, dass der Bildeindruck stark vom Blickwinkel abhänge. „Es reicht bereits ein Nicken, um den Bildeindruck zu verschlechtern. Auch die ohnehin recht flauen Farben verlieren an Sättigung, je mehr der Kopf sich von der Idealposition entfernt.“ Zum Thema Lichtreflexionen vermerken die ct’-Tester, dass das Macbook-Display Licht weniger stark spiegele als andere Exemplare auf dem PC-Markt.

Kritiker der Hochglanz-Panels werden diese relativierende Aussage kaum als Argument akzeptieren. Für einige unter ihnen sind die Hochglanz-Displays ein weiteres Zeichen, dass Mac-Rechner – nach der Entscheidung von Steve Jobs für Intel-Prozessoren – den PC-Modellen von Dell und Konsorten immer ähnlicher werden.

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