928803

Das Passwort-Problem

19.11.2004 | 12:18 Uhr |

Das Passwort-Problem

Beim Aufruf administrativer Funktionen muss man sich durch Name und Passwort legitimieren. Da Apple mit Panther eine neue Zugriffsmethode für Passwörter eingeführt hat, geht diese Anmeldung aber normalerweise zunächst schief. Um dieses Problem zu lösen, kann man den gewünschten User-Account mit dem Netinfo- Manager wieder auf die alte Authentifizierungsmethode von Mac-OS X 10.2 zurückstellen, was allerdings auch einen Rückschritt in der Sicherheit bedeutet. Der bessere Weg ist, CUPS zur Zusammenarbeit mit dem neuen Verfahren zu bewegen. Hierzu melden Sie sich als Root-User an und öffnen dann die Datei "/etc/cups/cupsd.conf" mit Textedit. Fast an deren Ende befindet sich die Zeile "AuthType Basic", die muss in "Auth- Type Basic,ShadowHash" geändert werden. Die Änderung wird beim nächsten Start von CUPS aktiv. Falls die Root-Anmeldung bislang noch nicht benutzt wurde, muss sie vorher mit dem Netinfo-Manager aktiviert werden. Aus Sicherheitsgrün den sollte man sie hinterher auch wieder abschalten. Schneller und ohne Root-Anmeldung geht es im Terminal. Hierfür benötigen Sie einen "sudo"-berechtigten Account, wie zum Beispiel den des ersten Benutzers, der bei der Systeminstalltion angelegt wurde. Wechseln Sie mit "cd /etc/cups" in das CUPS-Verzeichnis. Dort öffnen Sie mit "sudo pico cupsd.conf" die Datei und editieren sie. Anschließend verlassen Sie den Editor mit Control-X und bestätigen die Aufforderung zum Sichern. Ein "sudo killall -1 cupsd" startet CUPS neu.

Exklusive Funktionen

Einige CUPS-Funktionen stehen nur über das Web-Interface zur Verfügung. So lassen sich die Drucker zum Beispiel in Klassen gruppieren, die das Print Center zwar mit benutzen, aber eben nicht anlegen kann. Eine Klasse besitzt eine eigene Warteschlange, und gedruckt wird das Dokument dann auf dem ersten Mitglied der Klasse, das gerade frei wird. Darüber hinaus ist der Zugriff auf Listen mit bereits abgearbeiteten Druckjobs möglich. Ein weiteres interessantes Feature ist der RAW-Treiber, der ankommende Daten unverändert zum Drucker weiterleitet. Gibt man einen RAW-Drucker zur gemeinsamen Nutzung frei, lassen sich auf den Clients beliebige Systeme und Druckertreiber benutzen, wenn man deren Ausgabe umleiten kann. So kann man zum Beispiel unter Windows den Originaltreiber eines Tintenstrahlers benutzen und dessen Ausgabe auf die RAW-Warteschlange am Mac umleiten.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
928803