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Das steckt im Inneren von Magic Keyboard des iPad Pro

10.05.2020 | 08:17 Uhr | Stephan Wiesend

Eine Röntgenaufnahme von Apples neuem iPad Pro Magic Keyboard verrät einige überraschende Details.

Apple neues iPad Pro Magic Keyboard ist mit einem Preis von ab 339 Euro recht teuer, bietet dafür aber auch einige interessante Besonderheiten wie „schwebende“ Aufbewahrung, eine hochwertige Tastatur und ein Touchpad. Die für ihre Teardowns bekannten iFixit-Macher haben sich nun auch die neue Tastatur näher angesehen und eine Röntgenaufnahme anfertigen lassen.

Wenig überraschend: Apple benutzt für die Tastatur wirklich wieder eine herkömmliche Scherenmechanik, statt der ab 2015 verwendeten „Schmetterlings“-Tasten. Diese hatten mit niedrigem Hub und problematischer Haltbarkeit viele Nutzer verärgert.

Eine Neukonstruktion scheint laut iFixit aber das Trackpad zu sein, das unterhalb der Tastatur zu finden ist. Etwa überrascht sind die Tester über die traditionelle Bauweise: Während die aktuellen Macbook-Trackpads keine Hardware-Taster mehr haben und ein Klicken nur noch simulieren – wie der Touch-ID-Button bei neueren iPhones – hat das Trackpad vier echte Hardware-Tasten. Vermutlich garantieren diese auf dem relativ schmalen Trackpad ein besseres und zuverlässigeres Klick-Gefühl. Nach unserer eigenen Einschätzung könnte auch geringerer Stromverbrauch ein Grund sein.

Interessant ist auch die Positionierung der Magnete, die auf dem Bild als kleine Vierecke zu sehen sind. Diese sind über die ganze Fläche verteilt und sorgen für das einfache Abnehmen und Anstecken des iPads.

Gewichte

Das iPad Pro ist im Vergleich zu anderen Tablet-Tastaturen recht schwer, der Grund dafür ist aber die Balance: Damit die Tastatur bei aufgesetztem iPad nicht bei der kleinsten Berührung umkippt, muss sie ein Gegengewicht zum iPad bilden. Dies ermöglichen zwei Metallplatten, die neben dem Trackpad zu sehen sind. Eine weitere Funktion haben sie offensichtlich nicht, sie sollen die Tastatur nur absichtlich schwerer machen.

Zwei Metallplatten sind offensichtlich das Gegengewicht zum iPad Pro auf der Halterung.
Vergrößern Zwei Metallplatten sind offensichtlich das Gegengewicht zum iPad Pro auf der Halterung.
© iFixit

Aufwendiger Klappmechanismus

Gut gefiel den Technikern der aufwendige Klappmechanismus des Systems. Die Konstruktion sorgt für ein besonders einfaches Aufklappen und Ausrichten der iPad-Halterung, auf den ersten Blick machen die zahlreichen Scharniere einen sehr soliden Eindruck – sieh nehmen auch deutlich mehr Raum ein, als bei einem herkömmlichen Notebook.

Interessant: Bei einigen Macbooks waren Scharniere und Kabel nicht immer perfekt positioniert, bei der Tastatur hat Apple dies bedacht und einen auffälligen Abstand der Strom und Datenkabel zu den Scharnieren eingehalten.

Auf dem Bild sind die zahlreichen Magnete zu sehen, die das iPad mit der Halterung verbinden.
Vergrößern Auf dem Bild sind die zahlreichen Magnete zu sehen, die das iPad mit der Halterung verbinden.
© iFixit

Unsere Meinung

Die Tastatur von Apple macht auf dem Röntgenbild einen sehr soliden Eindruck, offensichtlich hat Apple hier hohen Aufwand betrieben. Allerdings sollte Apple auch besser für Solidität sorgen, ist doch eine Reparatur wohl nur sehr schwer möglich. ✉ Feedback an Macwelt.

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