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Apple und der Datenschutz

21.07.2010 | 10:26 Uhr |

Apple hat Details zum Datenschutz und der Verarbeitung von Nutzerdaten bekannt gegeben. Dies geschah auf Anfrage zweier US-Kongressabgeordneter. Darin gibt Apple zu, unter anderem WLAN-Positionsdaten zu sammeln.

iPhone App Off Maps in Macwelt-TV
Vergr├Â├čern iPhone App Off Maps in Macwelt-TV

Apple hat auf eine Anfrage des US-Kongresses mit ungew├Âhnlicher Ausf├╝hrlichkeit geantwortet . Zwei Mitglieder des amerikanischen Repr├Ąsentantenhauses, Edward J. Markey und Joe Barton, hatten Ende Juni in einem offenen Brief an Steve Jobs Bedenken wegen der j├╝ngsten Ab├Ąnderung von Apples Datenschutzbedingungen ge├Ąu├čert und nachgefragt, wie Apple eigentlich genau die Positionsdaten der iPhone-Nutzer sammelt, auswertet, speichert und an Dritte weiterleitet.

Die Antwort: Apple sammelt die Standortdaten ├╝ber alle iPhones, ├╝ber Macs mit 10.6 und PCs mit Safari 5. Wer den Lokalisierungsdienst nutzt, sammelt damit f├╝r Apple Positionsdaten von WLAN-Netzen, deren Standort man zu Ortung nutzen kann. Diese Daten werden anonym ├╝bertragen und auch beispielsweise der Name der umliegenden WLAN-Netze (SSID) nicht gespeichert. Die ├ťbertragung passiert, wenn der Nutzer sich ortet oder teilweise auch automatisch, so Apple.

Am 21. Juni hatte Apple ein Update der Datenschutzbedingungen f├╝r Nutzer unter iOS 4 ver├Âffentlicht. Anwender wurden in iTunes dann mit ├änderungen begr├╝├čt, dass Apple f├╝r einige Dienste von Apple und Partnern die geografischen Daten der mobilen Ger├Ąte sammeln wird, aber diese Daten nicht zur Identifikation von Personen genutzt werden k├Ânnen.

Die Bedingungen in iTunes sind seitenlang - aber zu was stimmt der Kunde zu und was wird wof├╝r und f├╝r wen gespeichert?

Apples Anwalt Bruce Sewell antwortete am 12. Juli und ging dabei ausf├╝hrlich auf alle fraglichen Punkte ein. Die Kongress-Mitglieder haben nun am letzten Montag Apples Stellungsnahme ver├Âffentlicht. Laut Apples Antwort gibt Apple Daten an Dritte nur nach ausdr├╝cklicher Zustimmung der Kunden weiter. Au├čerdem werden die geografischen Daten f├╝r ortabh├Ąngige Apps wie Twitter oder iAds nur so ausgewertet, dass kein Anwender identifiziert werden kann. Zum Beispiel sammelt iAd , die Werbeplattform in iOS 4 , zwar die L├Ąngen- und Breitengrade des mobilen Ger├Ątes, aber speichert sie nur verschl├╝sselt als f├╝nfstelligen Code ab, der weder Informationen ├╝ber das Ger├Ąt selbst oder gar den Besitzer enth├Ąlt. Der Code wird au├čerdem nie an Werbekunden weitergeleitet.

Nutzer m├╝ssen sich selbst informieren

Sewell betont die ge├Ąnderten Datenschutzbedingungen wurden absichtlich in iTunes eingebunden, um alle Anwender darauf aufmerksam zu machen. Apple wird die gesammelten Daten der jeweils letzten sechs Monate "zur Verbesserung von iAd" auswerten und dann "nur f├╝r administrative Zwecke" speichern. Apple schreibt weiter, dass Nutzer sich bei Drittanbietern wie App-Entwicklern selbst ├╝ber die Datenschutzbedingungen beispielsweise bei Ortungsdiensten informieren m├╝ssen. Wer diesen Bedingungen nicht zustimme, k├Ânne die Ortungsdienste einfach deaktivieren.

Die Kongress-Mitglieder ├Ąu├čerten sich sehr zufrieden zu dieser Stellungsnahme. "Apple hat jede Menge Zusatzinformationen ├╝ber die Datensammlung und -auswertung geliefert, und insbesondere auch, wie Kunden diese Aufzeichnung und Weitergabe kontrollieren k├Ânnen.", berichtet Markey, f├╝gt aber im gleichen Atemzug hinzu, dass er auch weiterhin ein Auge auf diese Datennutzung haben wird. Auch Barton lobt Apples Antwort, ├Ąu├čert sich aber kritisch, dass die neuen Bedingungen in iTunes so viele Seiten umfasst. "Ich hoffe doch, dass alle Firmen, die Informationen f├╝r Marketing und Werbung sammeln, in Zukunft k├╝rzere und verst├Ąndlichere Vertragsbedingungen formulieren werden und auf jeden Fall die Sicherheit und den Schutz von Privatdaten garantieren k├Ânnen", w├╝nscht sich Barton.

Das vollst├Ąndige Schreiben von Apple finden Sie hier: Scribd.com

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