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Datenverlust: Ulysses-Entwickler warnt vor Betas von iOS 13 und Catalina

10.07.2019 | 17:04 Uhr | Stephan Wiesend

Die Entwickler des Editors Ulysses raten von den aktuellen Betaversionen von iOS 13 und macOS 10.15 ab, da iCloud noch zu unzuverlässig funktioniere.

Durch die Public Betas sind die Betaversionen von iOS 13, iPadOS und macOS 10.15 Catalina auch für Nicht-Entwickler verfügbar und werden intensiv genutzt. Der bekannte Entwickler Max Seelemann macht im Blog seiner Firma Ulysses aber auf einige Gefahren der aktuellen Betaversionen aufmerksam und rät vorerst von ihrer Nutzung ab: Es handle sich immer noch um Testversionen mit Fehlern, die häufig abstürzen und bei denen Datenverluste auftreten können. Besonders bei den aktuellen Betaversionen wäre dies der Fall, weit mehr als bei früheren Betaversionen. Die Entwickler verweisen dazu unter anderem auf aktuelle Berichte, die Cult of Mac gesammelt hat.

Was der Entwickler besonders hervorhebt: Die wichtige Datensynchronisierung per iCloud funktioniere noch nicht zuverlässig, eine Funktion, die Ulysses besonders intensiv nutzt. Aktuell wird der Datendienst von Apple stark überarbeitet, in einer Liste bekannter Fehler der Beta-Versionen nennt Apple aber selbst mehrere bedenkliche Fehler. So könnten unter anderem nach dem Upgrade auf die Betaversionen Daten im Verzeichnis iCloud Drive fehlen und einige Dokumente würden eventuell nicht mehr in iCloud Drive heruntergeladen. (Anmerkung: Laut Apple kann man die Daten über iCloud.com als "gelöschte Daten" wiederherstellen)

Einige Nutzer der Beta würden aber auch von Datenverlust berichten, wenn sie Daten per iCloud zwischen Geräten mit Beta-System und einem aktuellen System abgeglichen hatten. Aktuell rät Seelemann deshalb von der Nutzung der Betaversionen ab, vor allem in Produktivumgebungen sollte man nicht damit arbeiten. Mit iOS 13, iPadOS und Catalina kompatible Betaversionen von Ulysses werde es deshalb vorerst nicht geben, erst wenn iCloud in den Betaversionen stabil funktioniere.

Unsere Meinung:

Apple warnt eigentlich immer davor, die Betaversionen von iOS und macOS in Produktivumgebungen zu verwenden – zu groß ist die Gefahr von Datenverlusten. Vor allem die Gefahr durch iCloud ist aber wahrscheinlich vielen Anwenden gar nicht bewußt, tauscht man doch über den Synchronisierungsdienst Daten automatisch mit den Beta-Versionen aus – was eben auch schief gehen kann.

Der Entwickler Max Seelemann hat in einem Kommentar erläutert, woran Apple gerade bei iCloud arbeitet: "iCloud bekommt dieses Jahr gemeinsame Ordner mit mehreren Nutzern, wie es sie zum Beispiel auch bei Dropbox schon lange gibt. Das erfordert natürlich sehr große Änderungen am Dienst. Wenn man etwas stark überarbeitet oder neu baut, zieht das immer Fehler nach sich, die erst durch gründliches Testen beseitigt werden können. Es scheint tatsächlich so, als wäre zusätzlich die Anbindung von iCloud auf den Geräten komplett überarbeitet oder sogar neu gemacht worden. Das würde auch gut erklären, warum es Fehler wie fehlende Downloads oder hängende Uploads gibt."

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