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Dell: Y2K-Problem trübt Geschäftsergebnis

11.02.2000 | 00:00 Uhr |

Die Dell Computer Corp., der zweitgrößte
Personalcomputer-Hersteller der Welt, hat im Schlussquartal des
Geschäftsjahres 1999/2000 (28. Januar) unter den Auswirkungen des
Jahr-2000-Computerproblems und unter einem Nachschubmangel an
Halbleiterkomponenten gelitten.

Der Quartalsgewinn stieg nur noch um drei Prozent auf 436
Millionen Dollar (863 Mio DM/442 Mio Euro). Dell hatte bereits vor
einigen Wochen eine entsprechende Gewinnwarnung herausgegeben. Dell
hatte unterschätzt, wie lange es dauern würde, bis die Unternehmen
nach der Jahrtausendwende wieder in vollem Umfange mit Computerkäufen
beginnen würden.

Der Quartalsumsatz stieg um 31 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.
Dell legte in Europa in dem Quartalsabschnitt nur noch um acht
Prozent zu und verbuchte dort 22 (Vorjahresquartal: 27) Prozent
seines Umsatzes. Im asiatisch-pazifischen Raum erhöhte sich der
Umsatz gegenüber der schwachen Vorjahresvergleichszeit um 56 Prozent,
während Dell in Nord- und Südamerika um 39 Prozent zulegte.

Das Gesamtjahr sah besser aus. Dell steigerte den Gewinn um 27,4
Prozent auf 1,67 Milliarden Dollar und den Umsatz um 38,5 Prozent auf
25,3 Milliarden Dollar. Dell verbuchte bereits die Hälfte des
Konzernumsatzes über das Internet. Die in Round Rock (Texas)
ansässige Firma war im vergangenen Jahr nach Compaq Computer der
zweitgrößte PC-Hersteller der Welt.

dpa

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