2409957

Der neue Mac Pro: Unsere Wunschliste für die nächste Generation

22.02.2019 | 15:59 Uhr | Stephan Wiesend

Schon zur WWDC soll Apple den neuen Mac Pro erstmals präsentieren, einige oft genannte Wünsche sind aber wenig wahrscheinlich.

Sowohl Apple-Überwacher Mark Gurman als auch der Analyst Ming Chi-Kuo wollen zuletzt Neuigkeite n über den kommenden Mac Pro erfahren haben: Er kommt offenbar mit einem neuen 6K-Display und könnte schon zur WWDC im Juni erstmals präsentiert werden. Schon die Ankündigung, dass es überhaupt einen neuen Mac Pro geben wird, hat unter  Mac-Fans zu wilden Spekulationen geführt. Kein Wunder: Wünschen sich doch viele endlich wieder einen modularen Mac, den man vielleicht sogar selbst konfigurieren kann! Wir haben deshalb versucht, die häufigsten Vermutungen und Wünsche auf ihre Wahrscheinlichkeit abzuklopfen:

Er sollte sich an Einsteiger richten und unter 1000 Euro kosten!

Chance: 10 Prozent

Der Mac Pro wird sich an Profis aus dem Bereich Fotografie, Video und Wissenschaft richten, auf Einsteiger wird Apple keine Rücksicht nehmen. Für den Heimanwender und Semi-Profi ist ja weiterhin der iMac und der Mac Mini vorgesehen – von den Macbook ganz zu schweigen. Wir tippen eher auf einen Einstiegspreis von 2999 Dollar, ganz wie beim aktuellen Mac Pro.

Er sollte ein kompaktes cooles Design erhalten, vielleicht ein Würfel!

Chance: 20 Prozent

Apple ist berühmt für Rechner in ungewöhnlichen Gehäusen, so war der Cube einer der elegantesten Rechner und der coole Mac Pro von 2013 ist noch immer ein erstklassiges Designobjekt. Aus Sicht der Ingenieure haben diese einzigartigen Gehäuse aber nur Probleme bereitet und den Geräten ihre Zukunftstauglichkeit ruiniert - sowohl Cube als auch Mac Pro wurden ja eingestellt, weil sie ihre Bauform untauglich für neue CPUs oder Grafikkarten machte. Wahrscheinlich wird sich der neue Mac Pro deshalb eher an alten Mac Pro-Modellen orientieren – also ein eher langweiliges Tower-Gehäuse, vermutlich aus Aluminium und in Spacegrau.

Er braucht viel Grafikkpower, er muss eine starke Grafikkarte bekommen!

Chance: 100 Prozent

Für professionelle Anwender wird eine schnelle Grafikkarte immer wichtiger, vor allem bei Zukunftstechnologien wie Virtual Reality kann die GPU nicht leistungsfähig genug sein. Für das vor der Tür stehende 8K-Video steigen die Anforderungen ebenfalls immens. Apple kann gar nicht anders als ein eine leistungsfähige Grafikkarte zu verbauen, vermutlich vom Hauslieferanten AMD – entweder aus dem Workstation oder Consumer-Segment. Der größte Nachteil des röhrenförmigen Mac Pro waren langfristig  die spezialisierten Workstation-Grafikkarten, die superteuer und schnell superveraltet waren. Man kann nur erwarten, dass Apple hier eine bessere Lösung bietet.

Die Grafikkarte sollte vom Nutzer austauschbar sein.

Chance: 70 Prozent

Die Performancefortschritte bei Grafikkarten sind immens, eigentlich sollte man deshalb dem Nutzer den Einbau frei verkäuflicher Grafikkarten erlauben. Nach unsere langjährigen Erfahrung mit Apples Produktpolitik fürchten wir aber ein wenig, dass der Mac Pro dann doch hier ein paar Besonderheiten aufweist – und der Wechsel nur von autorisiertem Personal vorgenommen werden kann.

Er sollte mehrere Grafikkarten unterstützen!

Chance: 80 Prozent

Bei aufwendigen Rechenaufgaben wie Video-Encoding kann man die Aufgaben auf mehrere Grafikkarten aufteilen. In einem Test der Seite Barefeats zeigte sich ja sogar ein Mac Pro von 2010 überraschend leistungsfähig, nachdem man gleich zwei RX580 installiert hatte. Apple wäre hier gut beraten, sich nicht nur auf eGPUs zu verlassen.

Der Mac Pro sollte mehrere NVMe-Steckplätze für das schnelle Wechseln von SSDs bekommen!

Chance: 30 Prozent

Fast schon berüchtigt ist Apple für seine SSD-Preise. Will man einen Mac mit viel Speicherplatz, muss man eine hohe Zusatzgebühr zahlen – worüber wir hier aber ausnahmsweise mal nicht lamentieren wollen. Toll wären, wie bei PCs üblich, einfach mehrere Steckplätze für NVMe-SSDs zu bieten. Wäre schon schön...

Der Arbeitsspeicher ist austauschbar

Chance: 80 Prozent

Bei einer Workstation wie dem Mac Pro sollte der Arbeitsspeicher von Anwender austauschbar sein. Bei iMac Pro kann man den festen Einbau noch durch das abgeschlossene Gehäuse begründen, bei einem Mac Pro wäre dies ein herber Schlag. Vor allem, nachdem man sogar beim Mac Mini den Arbeitsspeicher auswechseln kann. Möglicherweise ist der RAM genau wie beim Mini austauschbar, man wird aber an eine Werkstatt verwiesen.

Er sollte Thunderbolt- 4 unterstützen, auch für den Monitor!

Chance: 50 Prozent

Hier sind wir uns nicht so sicher, die Spezifikation von Thunderbolt ist anscheinend noch nicht ganz fertig. Apple kann es sich aber nicht erlauben, mit Erscheinen des Mac Pro noch länger zu warten. Für den Monitor bleibt da nur Displayport oder Thunderbolt 3 in Frage. Das würde auch erklären, warum der angekündigte neue Monitor „nur“ ein 6K-Bildschirm ist – obwohl es von Dell bereits einen 8K-Monitor gibt.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2409957