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Der schlechte Lohn des Apple-CEO

10.03.2007 | 08:00 Uhr

Der schlechte Lohn des Apple-CEO

Die Bezahlung von Steve Jobs bei Apple war aber schon immer etwas ungewöhnlich und ist für Außenstehende nicht gerade transparent. Aktuell bezieht der mehrfache Milliardär immer noch ein Gehalt von einem US-Dollar pro Jahr, was ihm den Ruf des schlechtbezahltesten CEO aller Zeiten eintrug. Laut FAZ bezog Steve Jobs auch bei Pixar nur ein Gehalt von einem Dollar - pro Woche. Neben Optionen und Aktien erhielt er aber auch einige Sonderleistungen – etwa im Januar 2000 neben einem Optionspaket die Nutzungsrechte an einen Gulfstream V-Privatjet, der 80 Millionen US-Dollar wert ist – alle laufenden Kosten trägt Apple. 1996 kaufte Apple für 400 Millionen US-Dollar Steve Jobs Unternehmen NeXT auf, ein Unternehmen, dessen Betriebssystem NeXT Step die Grundlage für Mac-OS X bildete.

Auch den Verkauf von Pixar an Disney ließ sich Steve Jobs nicht in Bargeld auszahlen. Stattdessen wurde der Apple CEO mit einem Aktienpaket von Disney bezahlt - seitdem ist Apple mit fünf Prozent Anteil größter Aktionär von Disney. Nach der Schätzung von Forbes soll Jobs ein Vermögen von 4,4 Millarden Dollar besitzen - vor allem dank Disney-Aktien.

Offensichtlich ist bei der Vergabe von Aktienoptionen einiges unkorrekt gelaufen, bei Apple und bei vielen anderen Unternehmen der Technologiebranche. Steve Jobs ist nach wie vor Apples wichtigster Mitarbeiter. Die Financial Times sieht in dieser großen Bedeutung von Jobs sogar eine Gefahr für Apple. Alles konzentriert sich auf Apple und bisher scheint es auch keinen dezidierten Nachfolger für den Firmengründer zu geben. In Anbetracht des oft kolportierten Führungsstils von Steve Jobs wäre dies aber wohl auch kaum vorstellbar. Zwei Führungspersönlichkeiten mit dem Charakter eines Steve Jobs wären für Apple wohl eher eine Belastung als ein Gewinn. Dass man sich dagegen auch auf einen über langen Jahren als Nachfolger aufgebauten Manager verlassen kann, musste unlängst Michael Dell einsehen, der nach Misserfolgen seine Nachfolger Rollins wieder die Führung von Dell übernahm.

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