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Dictanote Voice-In: Chrome-Erweiterung für Webseitendiktate

17.07.2020 | 12:07 Uhr | Thomas Hartmann

Mit Dictanote Voice-In lassen sich jetzt auch Texte in bestimmte Websites direkt eingeben. Dies klappt weiterhin nur mit dem Browser Chrome.

Über die Möglichkeit, mittels der Chrome-Extension Dictanote direkt im Browser Chrome und plattformunabhängig Texte zu diktieren und zu formatieren, haben wir bereits im vergangenen Jahr ausführlich berichtet . Nachdem Dragon von Nuance für den Mac nicht weiter entwickelt wird, und Siri nur eingeschränkte Möglichkeiten bietet, ist jede zusätzliche Option für Freunde einer guten Spracherkennung willkommen. Diese von Dictanote hat den Vorteil, dass sie recht gut funktioniert und in den Grundfunktionen kostenlos ist. Sie setzt aber notwendig die Verwendung von Chrome voraus – läuft also in keinem anderen Browser. Und es lassen sich selbst in der kostenpflichtigen Pro-Version Wörter nicht gezielt trainieren, obwohl man neue Sprachkommandos hinzufügen kann. Was übrigens mit der Mac-Diktierfunktion inzwischen auch geht.

Neu hinzugekommen ist nun Voice-In . Damit kann man zusätzlich in zahlreiche Webseiten direkt diktieren, anstatt den Text erst in Dictanote einzugeben und dann per Copy-and-Paste zu übertragen. Freilich funktioniert auch dies nur eingeschränkt auf bestimmten Homepages, die der Entwickler auf einer Seite einzeln aufführt . So lässt es sich beispielsweise direkt diktieren in Amazon (etwa Kundenrezensionen), Gmail, Outlook, WordPress, Google, eBay oder Youtube, um ein paar besonders bekannte zu nennen. Lediglich indirekt über ein eigenes Diktierfenster und mittels eines kostenpflichtigen Upgrades auf Voice-In Plus kann man auch in Facebook, WhatsApp (Desktop), Skype und andere Webseiten diktieren. Ein solches Upgrade kostet regulär 72 US-Dollar pro Jahr, derzeit wird es für 20 US-Dollar angeboten. Welche Vorteile dies hat, kann man hier nachlesen . Übrigens lässt sich das Sprachprogramm auch als eigene App herunterladen.

Für Mac-User ist dies insofern weniger interessant, als sie auch mit der im macOS integrierten Diktierfunktion problemlos Texte auf Webseiten wie Amazon oder Facebook direkt einsprechen können. Nicht nur in Safari, sondern beispielsweise auch im Chrome-Fenster und vor allem auch in Programme wie Word, Outlook und die Apple-Apps ohnehin. Dictanote und Voice-In haben sicherlich den Vorteil, nahtlos mit einigen Chrome-Funktionen zusammen zu arbeiten und dass die Texte auch leicht formatierbar sind. Aber auch da kann die Mac–Spracherkennung inzwischen recht gut mithalten. Da Dictanote in den Grundfunktionen kostenlos verfügbar ist und eine gute Erkennungsrate aufweist, schadet aber ein Blick nicht. Abzuwarten bleibt immer noch, ob und wann wieder eine professionelle Spracherkennung für den Mac erscheint, in der sich insbesondere auch Wörter gezielt trainieren und problemlos hinzufügen lassen.

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