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Die Geburt von QWERTZ

20.01.2010 | 14:27 Uhr

Die Geburt von QWERTZ

QWERTZ-Layout nach Sholes
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Als der Schreibmaschinen-Pionier Christopher Sholes 1875 begann, das Alphabet auf seiner Tastatur in QWERTZ-Reihenfolge anzuordnen, wollte er damit nicht die Tippgeschwindigkeit erhöhen. Im Gegenteil, wäre das fatal gewesen. Denn frühe Schreibmaschinen verhakten sich beispielsweise, wenn man die Tasten zu schnell anschlug. Und die QWERTZ-Anordnung schien die Tipper auszubremsen und diesen Fehler weitestgehend zu vermeiden. Der einzige Grund, warum uns die QWERTZ-Anordnung heute nicht mehr seltsam vorkommt, ist wohl seine Allgegenwärtigkeit.

Tastatur von August Dvorak
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Anders als Christopher Sholes knapp 60 Jahre zuvor, wollte August Dvorak 1932 die Buchstaben auf seiner Tastatur so anordnen, dass das Tippen leichter fiel und schneller von der Hand ging. Dvorak schaffte es zwar nicht, die QWERTZ-Anordnung abzulösen, doch seit mehr als 70 Jahren gilt seine Idee als Kult; und viele kluge Köpfe schwören noch immer darauf. Dvorak setzt bei seinem System aber weitestgehend auf Rechtshänder. Linkshänder dürften mit der eigenwilligen Anordnung ihre Probleme haben.

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