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Die Geburtsstätte des World Wide Web

10.04.2006 | 13:16 Uhr | Thomas Armbrüster

Die Geburtsstätte des World Wide Web

Ausgang genommen hat das World Wide Web 1989 am europäischen Kernforschungszentrum Cern durch eine Initiative von Tim Berners-Lee, der die Vernetzung von digitalen Informationen verschiedener Forschungsinstitute durch Hypertext vorschlug. Als Werkzeug für dieses Vorhaben entwickelte er die Hypertext Markup Language (HTML), die anfangs nur zur Darstellung von Texten gedacht war und auf SGML (Standard Generalized Markup Language) basiert. SGML ist eine internationale ISO-Norm zur Beschreibung von Dokumentstrukturen. Auch das Übertragungsprotokoll HTTP (Hypertext Transfer Protocol) geht auf Tim Berners-Lee zurück.

Flash: Format für Aktion und Interaktion

Das ursprünglich von Macromedia entwickelte und nun in den Besitz von Adobe übergegangene Flash-Format verwendet als Basis auflösungsunabhängige Vektorgrafiken. Es kann aber nicht nur stationäre Grafiken, sondern auch Animationen und interaktive Elemente wie Buttons beinhalten sowie Filme und Töne abspielen. 1998 hat Macromedia das Flash-Dateiformat „SWF“ offengelegt, damit Entwickler ihre Programme um eine Option zum Export von Flash-Dateien ergänzen können. Für die Browser steht ein kostenloses Flash-Plug-in zur Anzeige von Flash-Inhalten zur Verfügung.

Flash ist ein binäres Dateiformat, das mit Tags arbeitet. Durch den Einsatz von Tags kann das Dateiformat jederzeit erweitert werden, ohne inkompatibel zu älteren Playern zu werden. Die Anordnung der Tags muss so sein, dass keiner auf Informationen angewiesen ist, die erst später in der Datei gespeichert sind. Denn nur so lässt sich Streaming realisieren, das heißt die Darstellung der Inhalte schon während der Übertragung. Die einzelnen Elemente innerhalb der Datei (Grafiken, Töne und Bitmaps) sind komprimiert, nicht aber die Flash-Datei selbst, damit sich diese schnell laden lässt. Um die Datei weiter zu verkleinern, speichert Flash alle mehrfach vorkommenden Elemente nur einmal und merkt sich bei aufeinander folgenden unterschiedlichen Darstellungen eines Objekts nur die Veränderungen. Jede Flash-Datei beinhaltet sämtliche notwendigen Ressourcen und ist nicht auf externe Elemente wie etwa Schriften angewiesen.

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