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Die Philosophie hinter den Apple-Watch-Armbändern

06.12.2021 | 11:40 Uhr | Halyna Kubiv

Die Armbänder für die Apple Watch fliegen meist unter dem Radar, doch Apple, aber auch die Nutzer nehmen das Produkt äußerst ernst.

Apple hat seine erste Apple Watch unter anderem als Mode-Acceessoire vermarktet, mittlerweile konzentriert sich der Hersteller auf die Gesundheits- und Fitness-Funktionen. Doch ein Zubehör ist dem "modischen" Gedanken treu geblieben: die Apple-Watch-Armbänder. Alle sechs Monate, im Frühling und im Herbst, veröffentlicht Apple neue Kollektionen seiner Armbänder, die vorherigen Farbvarianten sind sehr oft auch davor ausverkauft. Wer sich einen Überblick verschaffen will, welche und wie viele Apple-Watch-Armbänder der Hersteller seit dem Start der Apple Watch herausgebracht hat, soll die schöne Webseiten Hamburger Entwicklers Filip Chudzinski " Bandbreite.watch " besuchen. Momentan zählt die Kollektion 530 Armbänder!

Dass Apple seine "Mode-Sparte" ernst nimmt, erzählen in einem aktuellen Interview für das Magazin " Hypebeast " der Vizepräsident für Produkt Marketing Stan Ng und der Vizepräsident für Industrielles Design Evans Hankey. Demnach ist eine der größten Herausforderungen beim Umstieg auf das neue Design wie bei der Apple Watch Series 7 die Rückwärtskompatibilität mit den alten Armbädern. Apple hat auf der Präsentation extra betont, dass die Vorgänger-Armbänder mit der Series 7 kompatibel sind, solche Pietät gegenüber den "alten" Produkten ist für Apple sehr selten, ist doch das Unternehmen eher für das gnadenlose Abschneiden von alten Zöpfen bekannt. 

Innovationen auch beim Armband

Nach Stan Ng ist das neue Solo Loop das einfachste und deswegen das ambitionierteste Produkt aus der Reihe der Apple-Watch-Armbänder: Der Hersteller hat dabei alles eliminiert, was ein Armband ausmacht – Ösen, Schnallen, zusätzliches Material für Größenanpassung. Geblieben ist nur der passende Streifen aus Silikon, nach Apples Einschätzung das komfortabelste Armband für eine Apple Watch. Den Eindruck können wir teils bestätigen: Ein Solo Loop stört überhaupt nicht beim Tippen, wo andere Armbänder sich ungünstig bemerkbar machen. 

Auf die Zusammenarbeit mit Hermés sind beide Apple-Verantwortlichen ebenfalls eingegangen: Die beiden Firmen können nicht unterschiedlich sein, was Produkte, Branchen und vor allem die Design-Sprache betrifft. Doch man habe festgestellt, man teile gemeinsame Werte – eine Leidenschaft für Details, handwerkliche Kunst und Geschichten, die man damit erzählen kann. 

Interessant ist die Meta-Ebene des aktuellen Interviews: Die beiden Vizepräsidenten von Apple haben sich nicht Fragen von Journalisten aus den USA gestellt, sondern eine in der westlichen Hemisphäre eher unbekannte Seite aus China für das Gespräch gewählt. "Hypebeast" startete nach eigenen Angaben als Test-Seite für Sneakers und hat sich zu einem Lifestyle-Portal in Asien entwickelt. Offenbar will Apple nach den iPhones den Kunden aus Südostasien noch seine Smartwatch schmackhaft machen. 

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