1029611

Die Software entscheidet, Konkurrenz holt auf

08.01.2010 | 07:15 Uhr |

Die Software entscheidet, Konkurrenz holt auf

Dass es inzwischen weniger um die Hard- als um die Software geht, haben ebenfalls alle verstanden. Das iPhone als reines Softwareprodukt hat es allen vorgemacht - und so sind es inzwischen die Eigenschaften der Smartphonesoftware, die den Ausschlag geben. Google hat dies zuerst verstanden und beschränkt sich weitgehend auf die Programmierung des hauseigenen Android-Systems. Auch Microsoft, mit Windows-Mobile mittlerweile weit abgeschlagen, will seine Plattform wieder nach vorne bringen und arbeitet an der nächsten Version, die 2010 kommen und wie das iPhone-OS voll Multitouch unterstützen soll. Daneben entwickelt Nokia gleich an zwei Betriebssystemen für Smartphones, Palm verfügt ebenso wie RIM mit dem Blackberry über eine eigene Plattform. Neben dem besseren System zeigt das iPhone aber noch einen Punkt, wo sich die Zukunft der Plattformen entscheiden wird: die Anwendungssoftware.

Mit dem App-Konzept und dem zugehörigen App-Store hat Apple im letzten Jahr einen unglaublichen Erfolg gehabt. Über 100 000 Apps gibt es inzwischen für das iPhone, rund ein Zehntel so viele gibt es für Android. Auch Microsoft, Nokia und RIM haben inzwischen ein ähnliches Konzept wie Apple aufgesetzt, sind aber ebenfalls weit von der App-Store-Fülle entfernt.

Ein ähnlich umfassendes Angebot wie Apple, das neben den Apps auch noch Musik und Videos als Download bietet, kann kein anderer Hersteller vorweisen.

Die Konkurrenz holt auf

Auch wenn Apple in Sachen Systemsoftware, Apps und Service die Nase noch weit vorne hat, wird dies nicht ewig so bleiben. Nokia bietet inzwischen Handys mit einer Musik-Flatrate an. Auch wenn dieses, hauptsächlich wegen der DRM-Problematik, noch nicht so überschwänglich angenommen wird, ein Anfang ist bei Nokia gemacht. Google hat mit einer kostenlosen Navigationslösung für das Droid-Handy von Motorola ebenfalls einen Trumpf im Ärmel. Turn-by-turn-Navigation ist am iPhone noch recht teuer. So werden in Zukunft neben System und Software auch die Dienste immer wichtiger werden, auf die man mit der Plattform seiner Wahl zugreifen kann.

Apple hat darauf im letzten Jahr reagiert und die Firmen Placebase und Lala gekauft (siehe Kasten). Mit beiden Aquisitionen könnten schon dieses Jahr neue iPhone-Dienste Realität werden.

Macwelt Marktplatz

1029611