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Die Technik

04.09.2006 | 17:27 Uhr |

Die Technik

Bis auf den Linux-Cluster ("Die Xserve waren einfach zu teuer!") ist der Rest der Technik alles, was das Mac-Herz begehrt: Für jeden Teilnehmer am 9. September steht ein Mac Mini CoreDuo 1,66 GHz bereit, der das Video- und das Tonsignal in einen QuickTime-Film im H.264-Codec und der Auflösung 320x240 Punkte wandelt und parallel nativ auf Harddisk-Recorder aufzeichnet. Nicht weniger als 3,8 Terrabyte oder 672 Stunden werden am Sonnabend, hier aufgezeichnet.

Während der technischen Probe vorgestern mit drei Dutzend Plätzen in einer Kreuzberger Lagerhalle liegen die Kabel, Gigabit-Switches noch offen herum, die Mac Minis samt Harddisk-Recorder für das PAL-Bild und die FireWire-Hubs sind nur provisorisch in den Tisch-Elementen verstaut. Die Panasonic-Kameras (NV-GS180) und Sennheiser-Mikrofone sind mit Stativen auf Augenhöhe platziert. Insgesamt 114 Mini-Macs werden während des Events das Filmmaterial codieren, ferngesteuert von zwei 20-Zoll-iMacs mit Apple Desktop Remote, die Wache an den drei 48-Port-Gigabit-Switches hält ein schwarzes Mac-Book, auf dem Windows XP via Boot Camp läuft. "Innerhalb von zehn Minuten", so glaubt der Technik-Chef Evan Schechtman aus New York, "haben wir ohne Rendering die QuickTime-Filme im Repository bereitstehen für die Nachbearbeitung mit FinalCut Pro."

Im Falle des (Aus-)Falls stehen sechs weitere, durchkonfigurierte Minis bereit. "Drei unserer 120 Mac Minis waren dead on arrival", hat Evan feststellen müssen - dabei ist das gar keine schlechte Quote. Wer jedoch glaubt, Apple hätte der Nicht-Regierungsorganisation diese Rechner kostenfrei zur Verfügung gestellt, der irrt: "Die haben wir ganz normal im Handel gekauft", erzählt Mathias Weitbrecht. Den Unternehmensberater aus Hamburg nennen hier alle nur "Mäc", er war zunächst im Web-Team und hat den Internet-Auftritt von dk mitgestaltet, jetzt in der heißen Phase unterstützt er Evan. "Redundanz ist essenziell. Auch die Mac Minis und haben wir so konfiguriert", ergänzt er. Sie können beim Versagen des Harddisk-Recorders als Backup-System einspringen. Insgesamt 750 Mannstunden steckten allein in der Realisierung der Aufnahme-Technik. Und Evan grinst, als er betont: "Here's no Windows Media, no Real - just Apple Quick-Time!"

Gleich am darauf folgenden Tag sollen alle Videos auf der dk-Website zu sehen und zu kommentieren sein. Dann beginnt die nächste Phase des Projekts. Wohin sie führen wird, das hängt von jedem Netzbürger selbst ab. Ask yourself.

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