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Die drei Säulen von Apple Inc.

24.01.2009 | 00:00 Uhr

Die drei Säulen von Apple Inc.

Der iMac hinter Glas
Vergrößern Der iMac hinter Glas

Neben dem Computergeschäft gelingt es Apple also, mit iPod und iPhone ein zweites und ein drittes Standbein auszubilden. Dem trägt das Unternehmen im Januar 2007 Rechnung, streicht den Zusatz "Computer" aus dem Firmennamen und nennt sich fortan "Apple Inc.". Dem Computergeschäft ist das aber keineswegs abträglich, der schon seit den Anfangszeiten des iPod beschworene "Halo-Effekt" scheint Wirkung zu zeigen: Apple verkauft immer mehr Macs, bis zu zweieinhalb Millionen Stück im Quartal. Das Computer-Geschäft lässt Apple 2007 durchaus nicht ruhen, selbst wenn angeblich die Konzentration auf das iPhone die Verschiebung des Betriebssystemupdates auf Mac-OS X 10.5 Leopard von Juni auf Ende Oktober zur Folge hat. Im April stellt Apple seinen ersten Rechner mit acht Prozessorkernen vor, der Mac Pro hat seither zwei Core 2 Quad Prozessoren von Intel an Bord. Im August legt Apple den Grundstein dafür, dem bis dato ein wenig darbenden Desktop-Geschäft auf die Sprünge zu helfen. Der iMac erfährt erstmals nach dem Intel-Umstieg eine komplette Renovierung und glänzt seither im Aluminium-Glas-Look. Nicht jeder freut sich an dem spiegelnden Display, doch anstatt - was beim iMac noch möglich ist - die Glasscheibe zu entfernen, gestalten Apple-Fans lieber ihre Wohnzimmer- und Bürobeleuchtung neu. Denn nur Punktquellen stören, indirektes Licht nicht.

Im April 2007 reißt der iPod einen Meilenstein: Apple gibt bekannt, 100 Millionen Geräte verkauft zu haben. Die Zeiten des zweistelligen Wachstums sind zwar vorbei, doch eine Marktsättigung scheint nicht in Sicht. Jedes Jahr renoviert Apple seine Player und führt Verbesserungen ein. Hier mal einen Farbbildschirm und Videofähigkeit (iPod Nano) oder da einen Touchscreen: Der iPod Touch ist eine Art iPhone, das nicht telefonieren kann. Auch 2008 fällt Apple zu den vermeintlich ausgereiften Geräten noch Neues ein, Bewegungssensoren für den Nano oder der Nike-Empfänger für den iPod Touch. Resultat: Im Weihnachtsgeschäft wird Apple wieder 20 Millionen Player los, in den anderen drei Quartalen sind es jeweils rund zehn Millionen. Neukäufer kommen stetig hinzu, aber auch iPod-Besitzer, die ihre alten Geräte durch neuere ersetzen. Jahrelang soll solch ein Player zwar halten, doch der angebliche Verhörer einer Aussage der Apple-Sprecherin Natalie Kerris spricht Bände. Sie sagte, würde "for years" durchhalten, also jahrelang ohne konkretes Verfallsdatum, verstanden hatte der Interviewer der Chicago Tribune jedoch "four years": Vier Jahre . Wobei dies der natürlichen durchschnittlichen Lebensdauer eines iPods ziemlich nahekommt.

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