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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum iPhone SDK

14.06.2008 | 00:00 Uhr

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum iPhone SDK

Frage : Wird es möglich sein, mit dem iPhone über das Internet zu telefonieren?

Antwort : Im Prinzip ja. Über eine Datenverbindung zu telefonieren (VoIP) ist eine interessante Alternative zur herkömmlichen Telefonie, insbesondere bei den hohen Handy-Gesprächspreisen. Vor allem im Ausland lässt sich so eine Menge Geld sparen. Apple lässt VoIP zu, allerdings nur über WLAN. Über die Mobilfunk-Datenflatrate lässt sich so nicht gratis telefonieren. Immerhin - von einem Hotspot aber wird man gratis oder sehr günstig nach Hause telefonieren können.

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Vergrößern Das neue Netzteil sieht aus wie ein Reiseadapter

Frage : Ist es möglich, am iPhone zu chatten?

Antwort : Im Prinzip ja. AOL hat schon eine erste Vorabversion eines AIM-Clients auf dem iPhone demonstriert. Sollte Apple hier keine Ausnahme machen, wird das Chatten am iPhone allerdings nicht sehr komfortabel. Das iPhone-Entwicklerkit erlaubt nämlich keine Hintergrundprozesse. Sprich, ein Chat-Programm kann nicht gleichzeitig mit einem anderen Programm laufen und so ankommende Chats auffangen. So wäre man für einen Chat-Partner nur erreichbar, wenn man das Chat-Programm als einzige Applikation laufen ließe - was nicht gerade im Sinne des Erfinders ist.

Frage: Was bedeutet in diesem Zusammenhang der "push notification service"

Antwort: Chat-Software wird damit möglich, da der Dienst laut Apple ähnlich eine dauerhafte IP-Adresse simuliert. Der Chat-Server sieht das iPhone als fest mit dem Internet verbundenen Rechner und kann deshalb Chat-Nachrichten an dieses iPhone schicken.

Frage: Was wird dieser "Push Notification"-Dienst kosten?

Antwort: Apple hat keine Preise genannt. Scott Forstall hat aber im Nebensatz gesagt, dass diese Nachrichten über Apples Server laufen. Deshalb sind Zusatzgebühren möglich.

Frage : Können Programme auf gemeinsame Daten zugreifen oder Daten austauschen?

Antwort : Im Prinzip nein. Für den Austausch von Daten hat Apple keine Schnittstellen vorgesehen. Einzige Ausnahme: Auf das Adressbuch und die Fotos dürfen alle Programme zugreifen. Ansonsten können Programme weder Daten hin und her kopieren noch für andere Applikationen bereitstellen, da sie immer nur im eigenen Speicherbereich Daten ablegen dürfen.

Frage : Können Programme mit anderen Macs oder iPhones kommunizieren und Daten tauschen?

Antwort : Im Prinzip ja. Allerdings gibt es hier einige Ausnahmen. Weder auf die USB-Schnittstelle des Docks noch auf Bluetooth können Programme zugreifen. Um Daten zu tauschen, bleibt also lediglich die WLAN-Verbindung übrig. Die können Programme aber nach Belieben verwenden. Auch auf Bonjour können Programme zugreifen, um sich über ein drahtloses Netz erkennen zu geben und andere Geräte einfach zu finden. In der Praxis wird es sicher eine Fülle an Programmen geben, die über WLAN Daten tauschen - sei es mit einem Mac, einem PC oder einem anderen iPhone oder iPod Touch. Musik wird man so nicht tauschen können - denn auf die hat Apple den Zugriff gesperrt.

Frage : Können Programme Backups anlegen?

Antwort : Im Prinzip nein. Jedoch müssen sich die Programme auch gar nicht darum kümmern. Denn ein Backup wird über iTunes automatisch angelegt. Das betrifft nicht nur Musik und Bilder, sondern auch sämtliche anderen Daten und Programme, die sich auf dem iPhone befinden.

Frage : Können Programme Musik aus dem Internet laden?

Antwort : Im Prinzip ja. Allerdings sind dem enge Grenzen gesetzt. Zum einen können Programme Musik nicht im iTunes-Ordner speichern, das heißt, sie müssten die Musik auch selbst abspielen. Zudem werden nur wenige Musikformate unterstützt, wobei AAC und MP3 die gängigsten sind. Möglich sind aber Audio-Streams über ein Netzwerk, also auch aus dem Internet. Dass Programme zum Anhören von Internet-Radio zu den ersten Applikationen am iPhone gehören werden, davon kann man ausgehen.

Frage : Gibt es Begrenzungen für den Stromverbrauch bei Programmen?

Antwort : Nein. In seinen Entwicklerunterlagen appelliert Apple an die Programmierer, sparsam mit den Ressourcen des iPhone umzugehen. So sollen Programme möglichst wenig im Hintergrund laufende Informationen abrufen, etwa die aktuelle Position. Allerdings kann Apple nicht verhindern, dass Programme stark am Akku nagen, indem sie beispielsweise permanent Informationen über Funk abrufen. Am Strom hungrigsten erweist sich aber eine Applikation von Apple selbst. Der Player für Youtube kann den iPhone-Akku schneller leeren als jedes andere Programm - mehr werden auch Drithersteller kaum schaffen. Bei der Verwendung solcher Programme sollte man deshalb grundsätzlich sparsam sein, was natürlich auch für Software von Drittanbietern gilt.

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