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Diese Firma will Menschen ewig leben lassen - per KI

24.11.2015 | 13:29 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ein australisches Unternehmen entwickelt eine Technik, mit der sich Menschen in einigen Jahren wiederbeleben lassen sollen.

Das australische Unternehmen Humai arbeitet laut eigenen Angaben an einer Technologie, mit der sich Menschen nach ihrem Tod wiederbeleben und dann weiterleben k├Ânnen. Das geht aus einem Interview mit Humai-Chef Josh Bocanegra hervor, welches Australian Popular Science gef├╝hrt hat.

Dem Interview zufolge, k├Ânnte die neue Technologie fr├╝hestens in 30 Jahren bereitstehen. Das "ewige Leben" ist mit einigem Aufwand verbunden, wobei Humai derzeit noch nicht genau verr├Ąt, wie es funktionieren soll.

Bocanegra erkl├Ąrte lediglich, dass zun├Ąchst viele Jahre lang ├╝ber diverse Apps eine gro├če Menge an Daten ├╝ber einen Menschen gesammelt werden sollen. Nach seinem Tod wird dann zun├Ąchst das Gehirn des Menschen aus dem K├Ârper entnommen und mit Hilfe von Kryonik-Technologien eingefroren. Sobald dann Humai seine Technologien vollst├Ąndig entwickelt hat, soll das Gehirn in einen k├╝nstlichen K├Ârper eingesetzt werden, der komplett vom Gehirn gesteuert werden kann. Mit Nanotechnologie soll das Altern des Gehirns bek├Ąmpft werden, indem Zellen repariert und aufgefrischt werden.

In dem Interview weist Bocanegra darauf hin, dass der menschliche K├Ârper irgendwann aufgrund des Alters seine Grenzen erreicht habe und auch nicht die Vorteile eines k├╝nstlichen K├Ârpers besitze. Letzterer werde den Menschen auch mehr M├Âglichkeiten bieten, wenn man sich letztendlich irgendwann mit dem Tod des K├Ârpers abgefunden habe.

Noch ist Humai mit nur f├╝nf Mitarbeitern ein kleines Unternehmen, dennoch geht Bocanegra davon aus, dass Humai in etwa 30 Jahren zum ersten Mal einen Menschen "wiederbeleben" k├Ânnte. Ziel der Forschung von Humai sei es nicht, den Tod zu besiegen, sondern "optional zu machen". Auch in Zukunft werde es Menschen geben, die irgendwann sterben wollen. "Ich kann mir das pers├Ânlich nicht vorstellen, aber ich respektiere ihre W├╝nsche", so Bocanegra.

Vor wenigen Jahren bereits hatte ein Google-Direktor die Unsterblichkeit des Menschen in absehbarer Zeit vorausgesagt.

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