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Diese Serien kommen für Apple TV+ 2020

20.01.2020 | 13:18 Uhr | Peter Müller

Apple geht in die Vollen und kündigt für die nächsten Monate etliche neue Serien und Dokumentationen sowie einen Kurzfilm zum Earth Day im April an.

Nachdem Apple am Freitag alle acht Folgen der bereits letzten März vorgestellten Serie "Little America" in seinen Dienst Apple TV+ gebracht hat, steht nun der Termin für eine weitere lang erwartete Serie fest. Am 6. März gehen die ersten fünf Folgen von Steven Spielbergs "Amazing Stories" online, der Neustart der legendären Mystery-Serie aus den Achtzigern. "'Amazing Stories' ist eine beliebte Sendung, die unsere Vorstellungskraft angeregt hat, und wir könnten nicht begeisterter sein, ihre nächste aufregende Iteration mit einem weltweiten Publikum aller Altersgruppen auf Apple TV+ zu teilen", freut sich Matt Cherniss, Leiter der Entwicklungsabteilung von Apple TV+ gegenüber "Variety".

Apple kündigt auch weitere neue Serien an , wie "Tryin", "Defending Jacob", "Home Before Dark" oder die Animationsserie "Central Park". Letztere ist eine Musikkomödie des Emmy-Preisträgers Loren Bouchard, die "im Frühsommer" auf Sendung gehen soll.

Das Mystery-Drama "Home Before Dark" startet am 3. April, die Innenarchitektur-Doku "Home" geht am 17. April auf Sendung, die britische Comedy "Tryin" über ein Paar, das einen verzweifelten Kinderwunsch hegt und dabei eben alles versucht, ist ab dem 1. Mai zu sehen. Ebenfalls Comedy: “Mythic Quest: Raven’s Banquet" spielt in der Spieleentwicklerszene und soll Apple-TV+-Abonnenten ab dem 7. Februar erfreuen. Noch gar nicht gestartet, ist schon eine zweite Staffel in Auftrag gegeben, das ist auch bei "Home Before Dark", das sich um eine investigative Journalistin dreht der Fall. Der Justizthriller "Defending Jacob" nach einem Bestseller aus dem Jahr 2012 kommt ab dem 24. April ins Programm.

Dankesbriefe von Kunden, die über lebensverändernde Produkte an Apple berichteten und die meist mit "Dear Tim" begannen, haben Apple offenbar zur Serie "Dear …" inspiriert. Hier geht es ebenso um Briefe, die Leute an Persönlichkeiten schrieben, die durch ihr Vorbild oder ihre Werk Leben veränderten. Als Adressaten nennt Apple Oprah Winfrey, Gloria Steinem, Spike Lee, Lin-Manuel Miranda, Yara Shahidi, Stevie Wonder, Aly Raisman, Misty Copeland und Big Bird – den großen gelben Vogel aus der Sesamstraße.

"Dear … " startet am 5. Juni, in der Woche der WWDC (oder unmittelbar davor). Schon eher ist Meryl Steep  im animierten Kurzfilm "Here We Are: Notes for Living on Planet Earth" zu hören, der am 17. April bei Apple TV+ zu sehen sein wird, rund um den Earth Day. Apple kündigt das Werk wie folgt an:

Zur Feier des Earth Day folgt dieser fesselnde Trickfilm einem frühreifen Siebenjährigen (gesprochen von Jacob Tremblay), der im Laufe des Earth Day von seinen Eltern (gesprochen von Chris O'Dowd und Ruth Negga) – und von einer geheimnisvollen Ausstellung im passend betitelten "Museum of Everything" – von den Wundern des Planeten erfährt. Der einfühlsame und ergreifende Kurzfilm wird von Streep erzählt.

Welche Synchronsprecher in Deutschland zu hören sein werden, geht aus der Meldung nicht hervor, wir rechnen aber fest mit Dagmar Dempe, der deutschen Stimme der mehrfach mit dem Oscar ausgezeichneten Schauspielerin.

Ergreifende Geschichten, flott erzählt

"Little America", die Geschichten von Immigranten, die bereits im Epic Magazine vorgestellt worden waren, hat indes viele positive Kritiken hervorgerufen. Die Süddeutsche Zeitung etwa schrieb :

Die Protagonisten sind nie als Opfer ihrer Umstände inszeniert, sie handeln – soweit das in ihrer Macht steht – selbstbestimmt, sind voller Tatendrang und Mut. "Little America" ist die Art Serie, bei der man sich wünschen würde, jemand sperrte Donald Trump ins Oval Office und zwänge ihn, alle acht Folgen zu gucken – mit einer Gesamtlänge von 240 Minuten würde das auch nicht länger dauern als die Wochenendausgabe seiner Lieblings-Morning-Show "Fox & Friends" .

Von Fox News sind indes keine Kritiken bekannt, Apple zitiert auf seiner Site aber beispielsweise die "New York Times":

Insgesamt ist der Blick der Serie auf die Erfahrungen als Einwanderer komplex und nuanciert. In 'Little America' ist der Impuls seine Zelte abzubrechen und umzuziehen hoffnungsvoll, aber er ist unweigerlich mit Verlust verbunden. Es geht um Sehnsucht, Betriebsamkeit und Träume, aber auch um Heimweh, Entfremdung und Einsamkeit.

und der Hollywood Reporter:

Bei einer Serie mit so scheinbar unterschiedlichen kulturellen und geografischen Elementen ist jede Folge mit gewissenhafter Sorgfalt ausgeführt. Jede Episode wird mit Musik aus dem Herkunftsland der Figuren eingeleitet und enthält einen zweisprachigen 'Inspiriert von einer wahren Geschichte'-Hinweis, und einige werden von Filmemachern gedreht, die die ethnische Herkunft mit ihren Figuren teilen.

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