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Digitales Special zum Macbook Pro

29.10.2016 | 08:14 Uhr |

Revolution oder nur halbherzige Weiterentwicklung? Das neue Macbook Pro löst Kontroversen aus. Lesen Sie alles im neuen Special.

Im Internet, Abteilung Apple-Bashing, scheint das Escape-Gate vielleicht doch auszufallen. Aber wenn sich kritische Stimmen erheben - gerne von Kritikern vorgetragen, die noch nie einen Mac nutzten – stehen erst einmal die Fakten: Die neuen Macbook Pro mit Touch Bar haben keine fest stehende esc-Taste mehr. Diese ist für alle nützlich, für viele Anwender sogar lebensnotwendig und wenn Apple sie ohne Not einfach gestrichen hätte, wäre das in der Tat ein Grund dafür, "Skandal!" zu rufen. Aber sie ist nicht weg.

Erstens gibt es das neue Macbook Pro 13 Zoll noch mit den festen Funktionstasten, zweitens tauchen links oben in der Touch Bar die drei vertrauten Buchstaben immer dann auf, wenn man sie benötigt. Die Gerüchte vom Tod der Escape-Taste sind also übertrieben, und sogar den uralten analogen Audio-Ausgang in Form einer Klinkenbuchse hat Apple behalten. Natürlich mussten Tim Cook, Phil Schiller und Craig Federighi kräftig auf die Pauke hauen, aber die Touch Bar in eine Reihe zu setzen mit spektakulären Neuerungen wie dem Trackpad, Wi-Fi oder dem Unibodygehäuse, wie sie Apple zuerst in seine Mobilrechner einbaute, ist nicht verkehrt.

Das neue Bedienkonzept mag endlich die Lösung dafür sein, wie man das einfache und intuitive Touch mit Hochleistungscomputer und -programmen verknüpft. So malt man nicht mit seinen dicken Fingern direkt in einem Bild herum, von dem man dann gar nichts mehr sieht, sondern bekommt Werkzeuge in unmittelbarer Nähe des Bildschirms in die Hand. Gleichwohl werden wir viel zu lernen haben, um aus der Touch Bar das Maximum dessen herauszuholen, was in ihr steckt, vor allem dann, wenn wir tausende von Tastenkürzel und Funktionstastentricks für Photoshop. Illustrator und Final Cut verinnerlicht haben.

Wem das Prinzip der Touch Bar gleich auf den ersten Blick gefallen hat, wir aber leider feststellen, dass der Spaß seinen Preis hat. 2000 Euro muss man mindestens ausgeben, um in den Genuss der neuen Computerevolution (genau, ohne zweites "r") zu kommen. Das kann sich aber durchaus lohnen. Am heutigen Weltspartag schlachten wir das Sparschwein vielleicht doch nicht auf der Bank, sondern bringen es in den  im Apple Store.

Der Kunst des Weglassens hat Apple wieder einmal eindrucksvoll gehuldigt: Am neuen Macbook Pro findet man nur noch vier Thunderbolt-3-Buchsen, die aussehen wie USB-C-Ports. Wie schon im Fall des Verzichts auf die Klinkenbuchse im iPhone 7 hat das Konsequenzen für bestehende Peripherie. Einen Adapter UBS-C auf USB 3 hat Apple schon seit Frühjahr 2015 im Angebot, nun kommt noch einer für die Verbindung von Thunderbolt 3 auf Thunderbolt 2 hinzu. Im Lieferumfang des neuen Macbook Pro ist er freilich nicht enthalten, sondern kostet 49 US-Dollar extra.

Und nicht nur die Kosten für den Thunderbolt-Adpater muss man also bei der Neuanschaffung eines Macbook Pro mit einkalkulieren, sondern auch noch die für weitere Peripherie. Dem Macbok Pro hat Apple noch weitere Schnittstellen gestrichen, vor allem der fehlende SD-Karten-Slot wird viele Fotografen vor Probleme stellen. Aber auch andere Technologien, die ihre Freunde hatten, hat Apple weggelassen. Etwa den Magsafe-Stecker oder den HDMI-Ausgang (Adapter notwendig!). Wer auf starre Funktionstasten besteht, kann immerhin noch das Modell ohne Touch Bar kaufen, aber auch das Macbook Air 11 Zoll und sogar das Macbook Pro 13 Zoll mit DVD-Laufwerk und ohne Retina-Display ist nun doch aus dem Angebot verschwunden.

Alles in allem hat das neue Macbook Pro trotz aller Skepsis großes Potential, dass früher schon Hersteller mit Tastaturen gescheitert waren, die zu den Tasten noch kleine Bildschirme hatten, muss ja nicht heißen, dass es Apple genau so ergeht. Wenn aber die Rechnung aufgeht, wollen wir eine solche Tastatur als Peripherie aber auch für den iMac, den Mac Mini und den Mac Pro.

In unserem neuen Special dreht sich also alles um das neue Macbook Pro von 2016. Und was Sie machen können, um die Anschaffung zumindest teilweise zu finanzieren. Zum Beispiel, indem Sie Ihren alten Mac verkaufen. Denn das ist die positive Seite des hohen Anschaffungspreises: Die Rechner von Apple sind sehr wertstabil und erlösen als Gebrauchtgeräte noch einen guten Teil ihres Neuwerts.

Das Special erhalten Sie seit Freitag Nachmittag in unserer App Macwelt für iPhone und iPad für 2,99 Euro als In-App-Kauf. Abonnenten von Macwelt Plus können das Special ohne weitere Kosten von unserer Website laden. Wir wünschen viel Lesevergnügen!

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