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Dragon 6 mit ”Deep-Learning-Technik” für Mac verfügbar

10.01.2017 | 10:55 Uhr |

Die Diktiersoftware von Nuance geht in die nächste Runde und soll dank neuer Technologie genauer arbeiten als der Vorgänger.

Nuance präsentiert das nach Auskunft des Entwicklers komplett überarbeitete Dragon Professional Individual für Mac Version 6 . Dieses soll Diktieren und Transkribieren in höchster Genauigkeit ermöglichen und für unterwegs praktische Mobilfunktionen bieten – Dragon Professional Individual lässt sich demnach problemlos mit der App Nuance Dragon Anywhere synchronisieren. Dank einer neuen Spracherkennungsengine und der Deep-Learning-Technik passt sich Dragon 6 dem Anbieter zufolge der eigenen Stimme wie auch Umgebungsveränderungen während des Diktats besser an. Vor allem das sonst etwas lästige Setup bei neue Versionen inklusive ”Testlesen” diverser Texte soll nun stark vereinfacht sein – so benötige die Software kein Training mehr, man kann direkt loslegen. Auch Akzente und Hintergrundlärm wie im Großbüro sollen kein Problem mehr sein, denn Dragon lernt während der Benutzung von alleine hinzu.

Beim Diktieren und Kommandieren in Anwendungen wie Mail, Microsoft Word, Scrivener oder Apple Pages und andere soll die Erkennungsgenauigkeit nun bei 99 Prozent liegen – Nuance verspricht eine um bis zu 10 Prozent im Vergleich mit der Vorgängerversion erhöhte Präzision der Spracherkennung. Auch das Formatieren von Text über die Stimme und Sprachbefehle funktioniere jetzt noch besser. Dragon 6 bietet außerdem die Option, Arbeitsabläufe zu automatisieren – etwa den E-Mail-Versand an einen bestimmten Verteiler mit dem Management in Kopie.

Zu der wohl interessantesten neuen Funktion, dem Deep Learning, heißt es bei Nils Lenke von Nuance ergänzend: ”Deep Learning imitiert die Art und Weise, wie das menschliche Gehirn lernt und Muster erkennt. Normalerweise benötigen Deep-Learning-Verfahren Zugang zu umfangreichen Daten und eine aufwändige Hardware im Rechenzentrum, um die neuronalen Netze zu trainieren.” Nuance habe es jedoch geschafft, dieses Training direkt auf den Mac zu bringen. Dragon verwendet die spezifischen Sprachdaten des Anwenders und lerne dadurch fortlaufend hinzu. So lasse sich die Präzision erheblich steigern. Macwelt.de freut sich darauf, diese Aussicht mit einem Test zu prüfen.
 Überarbeitet wurde zudem die Option, Diktate in Aufzeichnungsgeräte wie Diktiergeräte oder Smartphone-Apps in Schriftform zu transkribieren, wobei gängige Audioformate wie MP3 oder WAV und andere unterstützt werden. Dies soll nun deutlich schneller und einfacher funktionieren.

Weitere Funktionen beschreibt Nuance auf der eigenen Produktseite . Demnach ist für den Betrieb mindestens OS X 10.11.6 erforderlich, macOS Sierra (10.12) findet ebenfalls Unterstützung.

Ferner wird mindestens vorausgesetzt ein Mac mit Intel Core 2 Duo 2,4 GHz oder schneller. Seit der letzten Version unterstützt Dragon auch das im Mac eingebaute Mikrofon, doch mit anderen externen Mikrofonen und Headsets funktioniert das nach unserer Erfahrung ebenfalls einwandfrei. 
Die Kosten für das neue Produkt bleiben hoch – neu zahlt man für eine Einzelplatzlizenz von Dragon Professional Individual für Mac 6 immerhin 299 Euro, für Nutzer von Dragon für Mac 5 und Dragon Dictate 4 liegt der Upgrade-Preis bei 149 Euro.

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