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Neuartiger Quantenprozessor nimmt Gestalt an

23.03.2011 | 14:59 Uhr

An einem Treffen der Physikervereinigung American Physical Society in Dallas hat ein Forscherteam einen Chip gezeigt, der neun Quantenbauteile aufweist, darunter vier Quantenbits, sogenannte Qubits.

VergrĂ¶ĂŸern
© IBM Research

Diese sollen dereinst das Rechnen revolutionieren, da sie nicht nur wie binĂ€re Elektronikbauteile jeweils zwei ZustĂ€nde, sondern gleich mehrere QuantenzustĂ€nde aufweisen können. Qubits rechnen also nicht mit Nullen oder Einsen, sondern auch mit beiden zusammen. Ein richtiger Vorteil gegenĂŒber herkömmlichen Chips entsteht allerdings erst ab einer Anzahl von gut 100 Qubits. Deshalb ist ein Prozessor mit vier Qubits ein erster Schritt auf dieses Ziel hin. Immerhin: Noch dieses Jahr will das Team den Chip auf zehn Qubits skalieren.

Schließlich haben die Wissenschaftler beim Bau des Prototyps ein Problem lösen können, das die Quantenphysik seit Anbeginn beschĂ€ftigt. Die QuantenzustĂ€nde sind enorm flĂŒchtig. Sobald man ihren Zustand erfasst, Ă€ndert sich dieser, was man sich etwa in der QuantenverschlĂŒsselung zu Nutze macht. Wegen dieser gegenseitigen Beeinflussung, war es bislang kaum möglich, mehrere Qubits zusammenzuspannen. Doch wie John Martinis von der University of California in Santa Barbara nun versichert, habe man dieses Problem gelöst und die Wechselwirkungen zwischen Qubits unterbinden können. ( Computerworld.ch /hal)

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