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Dylan hilft Apple und Apple hilft Dylan

09.10.2006 | 17:00 Uhr |

Lange Zeit war Bob Dylan aus der aktuellen Musik-Szene verschwunden, dann melde er sich Ende August mit seinem neuen Album "Modern Times".

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Ganz im Geiste seines Album-Titels trat Dylan zeitgleich mit der Neuerscheinung stylish und modern in einem Werbespot auf. Zu den KlĂ€ngen seiner neusten Kompositionen warb der SĂ€nger fĂŒr den iTunes Store und Apple. Das macht sich vor allem fĂŒr Dylan bezahlt.

Laut der Internetseite AdvertisingAge gehen Branchen-Kenner davon aus, dass Dylans Erfolg unter den jĂŒngeren Musik-Fans stark mit dem Werbe-Clip fĂŒr iPod und iTunes zusammen hĂ€ngt. "Modern Times" kletterte bereits in der ersten Erscheinungswoche auf Platz 1 der US-Charts. Dies ist der grĂ¶ĂŸte Erfolg des Musikers seit 1976, als Dylan mit "Desire" einen No-1-Hit landete. WĂ€hrend Bob Dylan dem iTunes Store als historisches Musik-Schwergewicht klassischen Glanz verleiht, kommt dem SĂ€nger Apples Hip-Faktor unter jungen Leuten zugute. "Die Verbindung zu iTunes hat definitiv Bob mehr gebracht als [Apple]", meint M.T. Carney, Partner von Naked Communications. "Er wirkte dadurch jĂŒnger und cooler", so der Marketing-Experte. Marken wie der Mac-Hersteller, die mittlerweile selbst zu einer Pop-Ikone geworden sind, werden damit zum Medium fĂŒr andere, "sie werden selbst zu Celebrities", zu einer "sozialen WĂ€hrung", erklĂ€rt Brad Fay, COO der Keller Fay Group und Spezialist fĂŒr Research und Consulting.

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