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Dynamisches HTML

10.04.2006 | 13:16 Uhr | Thomas Armbrüster

Dynamisches HTML

Auch wenn sich auf vielen Webseiten viel (zu viel?) bewegt, blinkt und tönt, ein dynamisches HTML-Format gibt es eigentlich nicht. Die Dynamik entsteht dadurch, dass man aktive oder interaktive Elemente in eine Seite integriert, was von animierten GIFs bis hin zu Flash-Dateien und Javascript-Programmen reicht. Damit dies nicht vollständig unkontrolliert passiert hat das W3C das Document Object Model (DOM) spezifiziert. Dabei handelt es sich um eine Programmierschnittstelle (API) für XML- und HTML-Dokumente, die die Objekte und die Zugriffsmöglichkeiten auf diese Objekte definiert. Welche Programmiersprache dann jeweils bei der Interaktion mit der Webseite zum Einsatz kommt, ist jedoch nicht Sache des DOM.

Gesteuert werden interaktive Webseiten in der Regel mit Javascript. Diese Programmiersprache ist nicht mit Java identisch, sondern eine von der Firma Netscape 1995 entwickelte und an Java angelehnte Skriptsprache. Da damals noch der berühmte Browserkrieg zwischen Netscape und Microsoft im Gange war, gab und gibt es auch eine Microsoft-Variante von Javascript mit der Bezeichnung JScript, die ärgerlicherweise nicht identisch ist mit Javascript von Netscape.

Javascript wird auf dem Client-Rechner ausgeführt und interagiert mit der im Browser dargestellten Webseite. Das Skript ist als Quellcode in den HTML-Code eingebettet und wird zur Ausführung interpretiert. Die Skripts sind in der Regel kleine Anwendungen, die beispielsweise Animationen einblenden, Benutzereingaben prüfen, die Seitendarstellung nach Anwenderaktionen verändern oder auch dynamische Texte wie Uhrzeit und Datum einblenden. Interaktive Elemente wie Aufklappmenüs, Buttons sowie die berüchtigten Pop-up-Fenster werden häufig ebenfalls per Javascript realisiert.

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