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E-Ink-Tastatur in den kommenden Macbooks – ein PR-Trick

20.10.2016 | 09:44 Uhr |

Ein kleiner Hersteller der E-Ink Tastaturen hat es in die große Presse geschafft – mit einem PR-Trick.

Publicity Stunt: Die Tastatur der Zukunft könnte Tasten aus E-Ink haben, die je nach eingestellter Sprache oder Einsatzzweck ihre Beschriftung ändern. So viel Technikprognose darf sein. Nun hat aber in der letzten Woche ein Thread bei Reddit aufhorchen lassen . Darin behauptete eine selbst ernannte Foxconn-Insiderin, das australische Startup Sonder Design habe eine entsprechende Tastatur für ein Vorserienmodell eines Macbook Pro von 2018 bei einer Technologiedemo gezeigt. Das Unternehmen habe das Interesse Apples geweckt, das über eine Übernahme nachdenke. Uns gegenüber bestätigte die Pressestelle von Sonder Design tags darauf die Teilnahme an der Veranstaltung und dass man auf Apples Liste potentieller Investitionen stünde.

Das Wall Street Journal berichtete gar, Sonder Design habe bereits mit Tim Cook auf seiner letzten China-Reise gesprochen. Letzteres dementierte anschließend der CEO des Startups, meinte aber, dass man sich sehr gerne mit dem Apple-Chef austauschen würde. Ein Bericht von Apple Insider wirft nun jedoch ein anderes Licht auf die Angelegenheit. Demnach sei der Urheber des mittlerweile gelöschten Reddit-Beitrags ein Mitarbeiter von Sonder selbst gewesen. Das Unternehmen, das in der Tat eine E-Ink-Tastatur auf den Markt bringt, wollte mit dieser Aktion die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Bei Apple wisse niemand etwas von Sonder und Plänen mit dessen Produkten. Für den Bericht von Apple Insider gibt es indes keine Bestätigung, Sonder dürfte aber auf alle Fälle die Mission nach mehr Aufmerksamkeit erfüllt haben.

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