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EU vergibt morgen 120 Mio. € für freie WLAN-Spots

03.04.2019 | 12:56 Uhr | Halyna Kubiv

Wer als Gemeinde oder öffentliche Einrichtung einen eigenen WLAN-Spot für Besucher einrichten will, kann sich ab morgen bei der EU bewerben.

Wifi4EU heißt etwas gewollt modern das neue Programm der Europäischen Union, mit der die Kommission die Einrichtung öffentlicher WLAN-Hot-Spots unterstützen will. Für das Programm sind momentan 120 Millionen Euro Finanzierung vorgesehen, morgen startet die zweite Bewerbungsrunde, wobei sich die Kommunen und Einrichtungen bei der EU-Kommission eintragen können. Ziel ist, das WLAN-Netz überall in Europa auf öffentlichen Plätzen wie in Parks, Bibliotheken oder an den Sehenswürdigkeiten auszubauen. Für die Endnutzer würde das bedeuten, dass sie sich mit ihren Geräten überall ins EU-WLAN einwählen können, der WLAN-Name sollte nämlich überall gleich sein . Das angedachte Login funktioniert offenbar gleich wie ähnliche städtische oder öffentliche Lösungen wie BayernWLAN: Ein Klick auf der Bestätigungsseite verbindet mit dem Spot. Die EU-Kommission verbietet den Betreibern zusätzliche Monetarisierung des Angebots: Werbung oder Daten-Sammeln sind für die ersten drei Jahre im Betrieb verboten.

Morgen um 13 Uhr wird die EU-Kommission in der zweiten Runde die dreijährige Finanzierung in Höhe von 15 000 Euro pro Kommune verlosen . Gezogen wird nach dem Prinzip der Reihenfolge: Wer sich früher bewirbt, wird bevorzugt. Pro EU-Land sind 15 solche Lose gesichert, danach entscheidet die Kommission nach der geographischen Gewichtung eines Landes. Bis 2020 sollen bis zu 8000 Kommunen mit dem kostenlosen WLAN von der EU ausgestattet werden.

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