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IT-Branche hofft auf Ende der Krise

03.07.2009 | 11:37 Uhr |

Die deutsche IT- und Telekommunikationsbranche rechnet im kommenden Jahr mit einer leichten Erholung. Aktuellen Umfragen zufolge erwarten zwei Drittel der Unternehmen 2010 eine Trendwende.

Laut Mitteilung des Branchenverbandes BITKOM k├Ânnte der Umsatz um 0,3 Prozent auf 141,4 Milliarden Euro anziehen. In diesem Jahr werde er noch um 2,5 Prozent zur├╝ckgehen. "Wir haben uns in dieser Krise recht gut geschlagen", sagte Verbandspr├Ąsident August-Wilhelm Scheer. Die Branche sei bislang weniger betroffen als andere Industriezweige. Auch der Arbeitsmarkt erweise sich als relativ stabil. "Wir gehen davon aus, dass die Besch├Ąftigtenzahl unter dem Strich stabil bleibt", sagte Scheer.

In der Informationstechnik erwartet Bitkom f├╝r dieses Jahr einen Umsatzr├╝ckgang um 2,2 Prozent auf 64,7 Milliarden Euro. 2010 k├Ânnte dieser wieder um 1,3 Prozent zulegen. "Privatkunden zeigen bislang kaum Kaufzur├╝ckhaltung", sagte Scheer. Sensibler reagierten Gesch├Ąftskunden auf den Abschwung. Viele Unternehmen versch├Âben derzeit wegen der Krise IT-Investitionen. Davon besonders betroffen sei der Hardware-Markt mit Servern, Computern und Druckern. Hier k├Ânnte der Umsatz in diesem Jahr sogar um 7 Prozent einbrechen.

Kommunikation immer mehr im Internet

Auch in der Telekommunikation werde der Umsatz in diesem Jahr um 2 Prozent auf gut 64 Milliarden Euro zur├╝ckgehen. F├╝r 2010 werde dann nur noch ein Minus von 0,7 Prozent erwartet. "Die Verbraucher verlagern ihre Kommunikation zunehmend vom Festnetztelefon auf das Handy und ins Internet", sagte Scheer. Der Umsatz mit Festnetzgespr├Ąchen werde in diesem Jahr um 7,6 Prozent zur├╝ckgehen. Doch auch der Markt f├╝r Mobilfunkgespr├Ąche werde trotz steigender Nutzerzahlen um 3,5 Prozent sinken. Einen regelrechten Boom erlebten dagegen Datendienste sowohl im Festnetz als auch mobil. So werde der Umsatz mit privaten Internetzug├Ąngen 2009 um 4,2 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro steigen. Mobile Datendienste werden sogar um 8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro zulegen.

Mit einem Einbruch ist bei der digitalen Unterhaltungselektronik zu rechnen. Dieser Markt werde nach mehreren Jahren mit hohen Wachstumsraten um 6,5 Prozent auf knapp 12 Milliarden Euro schrumpfen. So werden in diesem Jahr zwar erstmals mehr als 7 Millionen Flachbildfernsehr verkauft, dennoch sinke der Umsatz wegen der fallenden Preise. (dpa)

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