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Entwickler-Raubbau

06.03.2007 | 13:04 Uhr | Stephan Wiesend

Entwickler-Raubbau

Dashboard: wer hat’s erfunden?
Vergrößern Dashboard: wer hat’s erfunden?

Damit aktuelle Versionen von Mac-OS X attraktiver werden, baut Apple oft neue Funktionen ein, die von Shareware bekannt sind. Dashboard erinnert sehr stark an das Widget-System Konfabulator, Spotlight an die Launchbar von Objective Development, Sherlock 3 an die Suchmaschine Watson. Für die jeweiligen Entwickler bedeutete diese Integration ins System aber oft empfindliche geschäftliche Einbußen. Mac-Anwender schätzen neue Funktionen, solange sie ihren Rechner nicht wesentlich ausbremsen, für die Entwickler von Mac-Software ist die Strategie der Übernahme von beliebten Funktionalitäten aber langfristig eine empfindliche Schädigung.

iSync

iSync: Nicht für alle Handys tauglich
Vergrößern iSync: Nicht für alle Handys tauglich

Im Jahr 2002 kündigte Apple-CEO Steve Jobs iSync als die neue, bahnbrechende Synchronisationsschnittstelle an. PDAs und Handys sollten sich problemlos mit dem Adressbuch oder dem damals ebenso neuen iCal synchronisieren lassen. Schade, dass sich Apple seither wenig um die Unterstützung neuer Handys und PDAs kümmert – das über Jahre hinweg entwickelte iPhone mag dies blockiert haben. Immerhin hat sich dadurch ein einträgliches Geschäft für Dritthersteller ergeben, wie etwa Nova Media, das mit Plug-ins für aktuelle Mobiltelefone aufwartet. Ein Windows-Anwender kommt hingegen wohl kaum auf die Idee, für den Datenabgleich mit seinem Handy ein zusätzliches Programm zu kaufen. Dabei werden Handys immer mehr zum PDA-Ersatz - auch für Anwender, die sich kein iPhone kaufen wollen.

iTunes und MP3-Player von Drittherstellern

Ein Klasse für sich. Etwas mehr Offenheit könnte dem System iTunes und iPod nicht schaden
Vergrößern Ein Klasse für sich. Etwas mehr Offenheit könnte dem System iTunes und iPod nicht schaden

iTunes, der iTunes Music Store und der iPod bilden ein fast schon hermetisches System. Man soll schließlich Songs bei Apple kaufen und auf einen iPod überspielen. Trotzdem wäre es besser, wenn man einfach einen Player von Creative oder Cowon mit iTunes verwenden könnte. Technisch wäre dies gar nicht so aufwendig. Auch ein einfaches Plug-in, wie das vom MP3-Playerhersteller Archos entwickelte iTunes-Plug-in würde ja bereits genügen. Was jedoch die Freigabe von im iTunes Store gekauften Songs auf den Abspielgeräten anderer Hersteller betrifft: Hier sieht Apple seine Hände durch die Musikindustrie gebunden .

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