2433288

Entwickler verklagen Apple wegen 99-USD-Gebühr

05.06.2019 | 10:06 Uhr | Peter Müller

Wer seine Apps über den App Store verkaufen will, muss eine jährliche Entwickler-Gebühr an Apple zahlen.

Klage: In den USA haben einige Entwickler eine Sammelklage gegen Apple eingereicht. Dabei geht es um die Gebühr für die Mitgliedschaft in der Apple Developer Connection (ADC), die notwendig ist, um Apps programmieren und im App Store anbieten zu können. Apple nutze aber sein Monopol aus, um eine den Gewinn vernichtende Gebühr einzutreiben. Wohlgemerkt: Es handelt sich hier um 99 US-Dollar pro Jahr, bis vor einigen Jahren hatte Apple noch gut das zehnfache verlangt, seinerzeit war damit allerdings auch ein Rabatt auf Hardware damit verbunden.

Die Anwälte, welche die Kläger vertreten, dürften Apple nicht unbekannt sein: Die Kanzlei Hagens Berman war seinerzeit Gegner im Prozess um vermeintliche Preisabsprachen für E-Books . Gäbe es einen fairen Wettbewerb, würde Apple keine 30 Prozent Gebühr auf die Verkäufe und auch nicht die 99 US-Dollar pro Jahr verlangen, erklärt Steve Berman gegenüber "Appleinsider".

Während sich die US-Amerikanischen Entwickler an der jährlichen Gebühr stören, wirbt Spotify in Europa gegen die 30-prozentigen Abgaben an Apple bei jedem App-Verkauf oder der Abo-Zahlung. Allerdings zieht der schwedische Musik-Streaming-Anbietzer nicht vor Gericht, sondern versucht es, über die Europäische Kommission bzw. deren Wettbewerbsaufsicht gegen Apple anzukämpfen .

Macwelt Marktplatz

2433288