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Erpressungsvorwurf um Mail-App "Hey"

17.06.2020 | 09:15 Uhr | Peter Müller

Nutzt Apple die Monopolstellung seines App Stores aus oder wollen einige Hersteller gratis aufspringen?

Apple will die Macher der E-Mail-Anwendung "Hey" dazu zwingen, das 99 US-Dollar pro Jahr kostende Abo über den App Store anzubieten, um damit 30 Prozent Provision einzustreichen beziehungsweise ab dem zweiten Jahr 15 Prozent. Dies wirft der CTO und Mitbegründer des Entwicklers Basecamp, David Heinemeier Hansson, dem Unternehmen in einem Tweet vor.

Dabei nutze das Unternehmen den Umstand aus, die Version 1.0 bereits freigegeben zu haben, für die man Abonnements nur außerhalb des App Store lösen kann. Apple halte aber ein Update mit Fehlerbereinigungen so lange zurück, bis der Entwickler In-App-Käufe auch für den App Store anbietet und drohe sogar, die Anwendung komplett aus dem Store zu entfernen. Basecamp fühle sich um einen Gutteil seiner Einnahmen erpresst. "Nicht in einer Million Jahren" wolle Heinemeier Hansson ein Drittel der Einnahmen an Apple weiterreichen. Indes steht das ganze System App Store auf dem Prüfstand der EU-Wettbewerbskommission. Während diese dem Vorwurf der Wettbewerbsbehinderung nachgeht, zeigt sich Apple über die Untersuchung entsetzt , einige Unternehmen wollten laut Cupertino "alles kostenlos bekommen", eben den bequemen Vertriebsweg über den App Store.

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