2555217

Erste Eindrücke zu den Airpods Max

12.12.2020 | 12:51 Uhr | Halyna Kubiv

Vor allem in den USA hat Apple seine neuen Kopfhörer an mehrere Publikationen und Youtuber geschickt. Ihre Eindrücke.

"The Verge" hat natürlich ein Testgerät der neuen Airpods Max bekommen und beantwortet zunächst Fragen zur Optik und dem Tragegefühl, große Erkenntnisgewinne sind hier nicht zu erwarten. Etwas überraschend sehe die silberne Version ein wenig billig aus und das seltsame Smartcase nicht so, als ob es auch schützen würde. In Sachen Sound muss der Test noch ein wenig enttäuschen, hier wollen die Kollegen aber noch eine tiefere Analyse nachlegen. Klar und knusprig klängen sie aber, mit einer etwas breiteren Bühne als man sie von anderen Geräten kennt und mit wenig Verzerrungen auch bei großer Lautstärke.

John Gruber von " Daring Fireball " hat sich Gedanken zum räumlichen Klang und dessen Verfügbarkeit im Apples Universum gedacht. Denn das ist genau die Funktion, die die Airpods Max von den anderen hochpreisigen Kopfhörern absetzt. Mit einem richtigen Film ist ist die Erfahrung vergleichbar mit einem guten Kino mit ihren extra angepassten Soundsystemen oder eben so immersiv wie in Disney Word. Etwas schade ist dagegen, dass diese Art von Audio nur von iPhones und iPads unterstützt wird, also umwerfendes Audio mit einem recht beschränkten Video. Macbooks sollen laut Gruber dringend die Unterstützung von Spatial Audio, so nennt Apple den räumlichen Klang, nachgeliefert bekommen. Ob dies auch das Apple TV 4K schafft, bleibe zu bezweifeln, anscheinend würde die Rechenleistung des eingebauten A10X-Chips nicht mehr ausreichen. Der räumliche Klang mit den Airpods Pro wird auf den Geräten ab iPhone 7 unterstützt, das Smartphone hat einen A10-Chip, also noch schwächer als in einem Apple TV 4K, ob dazu zusätzliche Leistung von der Neuronalen Engine benötigt wird, kann wohl nur Apple beantworten.

Marques Brownlee hat in seinem Video ebenfalls den Preis von Airpods Max angesprochen. Momentan ist der Video-Blogger nicht sicher, welche Referenz auf dem Markt den neuen Kopfhörer von Apple eher entspricht – die Sony-Kopfhörer für knapp 200 Euro oder ein Modell von Bose für über 1000 Euro. Die Bearbeitung und die kleinen Details an den Kopfhörern zeigen eindeutig, dass sie von Apple stammen. Mit eloxiertem Aluminium an der Oberseite und mit Metall-Kopfbügel bringen sie knapp 320 Gramm auf die Waage, deutlich mehr als vergleichbare Kopfhörer von Sony und Bose. An die klangliche Qualitäten ist der Blogger fast gar nicht eingegangen, dazu waren weniger als 24 Stunden nach dem Erhalt und bis zum fertigen Video zu kurz.

Die Kollegen von Cnet konnten die neuen Kopfhörer von Apple ebenfalls ausprobieren. Was vor allem auffallend war, war die Qualität von Geräuschunterdrückung. Ganz kurz hat David Carnoy im Video auf die Audio-Qualität eingegangen. Seine Referenzgeräte waren Bose 700 und Sony WH-1000XM4. Nicht nur sind beide Konkurrenzprodukte um knapp hundert Gramm leichter. Seine Sony-Kopfhörer klingen etwas wärmer und nach seinem Geschmack besser als die Airpods Max. Ach ja, die Airpods Max können auch als Headsets bei den Videokonferenzen dienen, die notwendigen Mikrofone sind eingebaut.

Die ersten Eindrücke fallen eher verhalten aus, gelobt wurde die sehr gute Verarbeitung, diskutiert der hohe Preis. Ob dieser Preis gerechtfertigt ist, werden wahrscheinlich nur die ausführlichen Tests mit den entsprechenden Referenzgeräten zeigen, wie bei uns der Kollege Bergbold oder der Kollege Müller verfahren.

Macwelt Marktplatz

2555217