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Erste externe Thunderbolt-3-Grafikkarten erscheinen

02.11.2016 | 15:50 Uhr |

Thunderbolt 3 macht externe Grafikkarten oder eGPUs wie die Devil Box und die Bizon Box 3 möglich, die Mac-Unterstützung ist aber problematisch.

Die neue Schnittstelle Thunderbolt 3 kann bis zu 40 GBbit/s übertragen und eignet sich auch für die Anbindung externer Grafikkarten. AMD hatte mit AMC XConnect einen entsprechenden Standard entwickelt. Die Idee: Man steckt eine aktuelle Grafikkarte in ein externes Gehäuse mit eigener Stromversorgung und kann so auch ein Macbook Pro mit lahmer Grafikkarte für Rendering und aktuelle Spiele nutzen.

Die Bizon Box 3 ist nicht gerade billig.
Vergrößern Die Bizon Box 3 ist nicht gerade billig.

Eine vermutlich auch mit den neuen Thunderbolt-Macbooks kompatible Lösung hat die taiwanische Firma TUL im Angebot . Tul ist unter dem Namen Power Color als Anbieter von PC-Grafikkarten bekannt, bietet aber auch diverses Zubehör an. Für 420 Euro bekommt man ein 40 x17 x 24 cm großes Gehäuse mit Platz für eine vollwertige Desktop-Grafikkarte – wahlweise von AMD oder Nvidia. Zusätzlich zur Grafikkarte fungiert das Gerät als Docking-Station, die das Notebook auflädt und zusätzlich eine Ethernet-Schnittstelle sowie vier USB-3.0 und einen USB-3.1-Port bereitstellt. In Deutschland soll das Gerät für 419 Euro beim Händler Mindfactory zu haben sein. Über die Kompatibilität mit den aktuellen Macbooks liegen uns aber noch keine Erfahrungen vor, vor einer Bestellung würden wir  noch absehen.

Mac-Kompatibilität verspricht dagegen der Hersteller der neuen Bizon Box 3, die sich speziell an Mac-Anwender richtet und ab Dezember ausgeliefert wird. Die dritte Generation der Thunderbolt-Gehäuse kann komplett mit vorinstallierter Grafikkarte bestellt werden, kostet aber als Leergehäuse bereits 649 US-Dollar (ohne Versandkosten). Schade, einige neuere Grafikkarten wie Nvidia Titan X Pascan sind laut Hersteller Bizon Tech nur mit Windows kompatibel. Laut Hersteller werden außerdem Ruhezustand und Filevault nicht unterstützt, Systemvoraussetzung ist OS X 10.10. Für Macs mit Thunderbolt 1 oder 2 sind die entsprechenden Versionen der Box weiter erhältlich.

Vor allem für 3D-Grafik und Videoschnitt sind diese externen Grafik-Lösungen interessant, da Programme wie After Effects oder Cinema 4D stark beschleunigt werden. So können die Geräte neben Macbooks auch Apples Mac Pro von 2013 Dampf machen. Für Gelegenheitsspieler sind sie aber eindeutig zu teuer.

Die Razer Core läuft am neuen Macbook Pro, aber nur unter Windows.
Vergrößern Die Razer Core läuft am neuen Macbook Pro, aber nur unter Windows.

Speziell für Windows-Notebooks gibt es noch weitere Lösungen. So bietet Acer mit der Acer Graphics Docking Station für 330 Euro ein Thunderbolt 3-Dock mit integrierter Nvidia GTX 960M, es gibt von Asus die GPU Dock ROG XG Station 2 und von Razer das Dock Razer Core. Wie ein Anwender mit neuem Macbook Pro bei Reddit gerade berichtet hat , funktioniert aber die Lösung von Razer anscheinend nur per Bootcamp unter Windows und wird unter OS X nicht erkannt.

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