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Erster Blick auf Final Cut Studio 2

21.04.2007 | 09:00 Uhr

Erster Blick auf Final Cut Studio 2

Apple aktualisiert Videosoftware

Der heiße FrĂŒhling dieses Jahres bringt nicht nur die ersten Sonnenanbeter sondern auch Apples Konkurrenz in Sachen Videosoftware ins Schwitzen: Das auf der Fachmesse NAB vorgestellte Final Cut Studio 2 ist zwar keine Bahn brechende Revolution; die vielen Neuerungen des Software-Paketes jedoch haben es in sich.

Von Andreas Zerr (20.04.2007)

Die ersten Reaktionen auf die AnkĂŒndigung von Final Cut Studio 2 waren verhalten wenn nicht sogar enttĂ€uscht. Nach zwei (beinahe) Update freien Jahren hatte man sich mehr versprochen, zum Beispiel eine vollstĂ€ndige Integration des mittlerweile als Freeware erhĂ€ltlichen Compositing-Programms Shake, oder eine All-in-One Schnitt-Effekte-Audio-DVD-Applikation, umso mehr, da Adobe zum Gegenangriff auf den Video-Mac-Markt rĂŒstet. Doch es blieb wĂ€hrend der NAB-MesseankĂŒndigung bei ein paar neuen Funktionen, einem neuen Farbkorrektur-Werkzeug und sonst... nichts. Selbst an der BedienoberflĂ€che von Final Cut Pro oder Motion hat Apple kaum etwas geĂ€ndert.

Neues unter der Haube

Äußerlich hat sich in Final Cut Pro 6 so gut wie gar nichts verändert. Dafür kann der Anwender jetzt verschiedene Formate in einer Timeline mischen und verwackeltes Material wesentlich besser stabilisieren.
VergrĂ¶ĂŸern Äußerlich hat sich in Final Cut Pro 6 so gut wie gar nichts verĂ€ndert. DafĂŒr kann der Anwender jetzt verschiedene Formate in einer Timeline mischen und verwackeltes Material wesentlich besser stabilisieren.

Doch halt! Man tut Apple unrecht, wenn man seiner EnttĂ€uschung allzu laut Luft macht, denn viele der neuen Funktionen haben es wirklich in sich, zum Beispiel die Open Format Timeline. Sie erlaubt das Schneiden unterschiedlicher Videoformate in nur einer Timeline. Was vor nur wenigen Jahren nur mit unglaublich teurer Zusatzhardware möglich war (was ist eigentlich aus Media 100 Blue geworden?!?), lĂ€sst sich nun in Final Cut Pro 6 auf jedem halbwegs aktuellen Mac durchfĂŒhren. Musste man in Version 5 noch umstĂ€ndlich umkonvertieren oder gar rendern, so lassen sich in der neuen Version von Final Cut Pro die Formate SD und HD, PAL und NTSC sowie alle anderen gĂ€ngigen Formate von HDV bis XDCAM problemlos mischen und ohne großartige Berechnung in Echtzeit schneiden. Innerhalb eines Projekts erkennt Final Cut Pro sogar GrĂ¶ĂŸe und Format des aktuellen Clips und legt die neue Sequenz automatisch in den korrekten Einstellungen an; eine Funktion auf die manch Anwender seit nunmehr acht Jahren wartet (und was After Effects seit dem spĂ€ten Mittelalter beherrscht).

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