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Erster Eindruck vom MSN Music Store

31.10.2004 | 16:00 Uhr |

Erster Eindruck vom MSN Music Store

Mit dem neuen Windows Media Player 10 hat man nach zusätzlichem Download und Installieren des "Music Manager" Zugriff auf die Music Stores von MSN und Tiscali, die beide wiederum auf dem Angebot von OD2 basieren. Zunächst fällt auf, dass wir die Online-Stores häufig nicht erreichen können ("Fehler beim Herstellen einer Verbindung zum Dienst - Wiederholen Sie den Vorgang später"). Doch hat man es geschafft, präsentiert sich eine wenig schmucke, dafür recht übersichtliche Oberfläche, die als Vorteil gegenüber der iTunes-Konkurrenz eine direkte Suche nach Interpret und Titel anbietet. Dazu muss man im iTunes-Store etwas umständlich die erweiterte Suche aufrufen. Wer schon einmal nach einem Song wie "She" gefahndet hat, weiß, wovon wir sprechen. In diesem Fall ist der aktuelle Track von Groove Coverage gewünscht. Ob vorhanden oder nicht - bei MSN weiß man das sehr viel schneller. Ein weiterer Vorteil für Microsoft: Außer per Kreditkarte geht hier auch der Kauf über den verbreiteten Dienst von Firstgate. Wer sich dort schon für andere Dienstleistungen registriert hat, wird sich über diese Möglichkeit freuen. Ferner ergab ein erster Schnelltest zur aktuellen Top-Ten der "Hitlist Germany" einen leichten Vorsprung für den MSN Music Store: Dort fanden wir neun der ersten 10 Titel, bei iTunes mit acht allerdings auch nur einen weniger. Die Nummer 1 (Obsession von Aventura) führen beide derzeit nicht. Selbstverständlich ist dies nur ein Teilkriterium, vor allem für die jüngere Zielgruppe aber ein relevantes. Die Tracks kosten bei Microsoft genauso viel wie im iTunes Music Store, freilich hat man bei Ersterem schon fürs Probehören (Stream) einen Cent zu berappen, was häufig kritisiert wird. Doch immerhin - dafür hört man nicht nur einen Ausschnitt, sondern den kompletten Song! Geschmackssache oder auch abhängig von der jeweiligen Situation, was man hier als Vorteil werten will.
Negativ finden wir im MSN-Angebot, dass man über die Länge des Downloads respektive über die Größe der Datei im Ungewissen bleibt. Im Übrigen gibt es den Microsoft-Store bislang nur für Windows, wogegen Apple es geschafft hat, für beide Plattformen (Mac-OS X und Windows) gleichwertig verfügbar zu sein. Keine Frage: Die Schlacht um die Music Stores und legalen Download-Anteile hat gerade erst begonnen.

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