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Erster Test: Macbook Pro mit eGPU schlägt M1-Macbook

28.11.2020 | 14:00 Uhr | Stephan Wiesend

Die neuen M1 Macs bieten eine schnelle Grafikkarte, mit einer leistungsfähigen externen Grafikkarte können sie aber nicht mithalten.

Eine der großen Überraschungen der neuen M1-Macs war die leistungsfähige interne Grafik. Dank hoher Leistung und schnellem Speicher eignen sich die neuen Macs selbst für Spiele und Anwendungen mit hohen Grafikanforderungen wie Final Cut Pro. Nicht ganz mithalten können sie aber offenbar mit Macs mit externen Grafikkarten der Topklasse, wie ein Test der Seite Barefeats zeigt.

In dem Test trat ein Macbook Pro 13-Zoll 2020 mit 2,3 GHz i7 gegen ein Macbook Pro 13-Zoll M1 an. (Update: laut unserer Nachfrage ein Modell mit 16GB RAM). Wie ein erster Test zeigt, hatte das Macbook Pro mit seiner internen Iris-Grafikkarte wenig Chancen gegen das Macbook Pro M1. Das änderte sich allerdings nach dem Anschluss einer externen Grafikkarte per Thunderbolt, einer RX 5700 XT.

Mac Mini M1 im Macwelt-Test: eine kleine Sensation!

Bei einem Test mit Final Cut Pro hatte das M1 das Macbook Pro um den Faktor 4 bis 5 geschlagen, mit Hilfe der externen GPU herrschte dagegen Gleichstand. Bei Lightroom Classic war das M1-Macbook weiterhin etwas überlegen, das Verbessern von 12 Bildern dauerte beim M1 59 Sekunden, beim Intel-Gerät 180 Sekunden ohne, 71 Sekunden mit eGPU. bei den folgenden grafiklastigen Tests mit Photozoom, GFXBench und "Shadow oft Tomb Raider" schlug die Kombination aus eGPU das ARM-Notebook dagegen deutlich. Bei GFXBench schaffte das Intel-Macbook 192 FPS mit (und 23 FPS ohne) eGPU, das M1-Macbook lag mit 78 FPS deutlich hinter der eGPU zurück. Auch bei "Shadow of Tomb Raider" lag die eGPU mit 57 vs. 40 FPS vorn, beim Simulator X-Plane mit 57 vs. 40 FPS.

Unsere Einschätzung:

Die Grafikleistung der neuen M1-Macs ist beeindruckend und liegt weit über allen Macs mit integrierter Grafikkarte. Mit einer leistungsfähigen eGPU ist aber noch eine höhere Performance möglich, was Apple Silicon bisher noch nicht erreicht hat. Mit einem Straßenpreis von etwa 400 Euro ist eine RX 5700 XT allerdings nicht gerade günstig und für ein gutes eGPU-Gehäuse muss man mit weiteren 300 Euro rechnen – dafür bekommt man schon einen Mac Mini M1. Das kann sich aber bald ändern: Vermutlich werden die ARM-Versionen von iMac und Macbook Pro 16-Zoll noch leistungsfähigere Grafikkarten erhalten, dann wird es wohl auch für die eGPUs eng.

Einen ausführlichen Artikel zum Thema eGPU finden Sie hier.

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