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Es wird ernst: Second Life als Produktivfaktor

17.07.2007 | 10:16 Uhr

Das Fraunhofer IPA plant den Aufbau der ersten virtuellen Fabrik im Internet, die so genannte ‚Factory Second Life’.

Second Life: Macwelt-Stand im Apfelland
VergrĂ¶ĂŸern Second Life: Macwelt-Stand im Apfelland

Siumlationsverfahren gehören heute zur Vorbereitung effektiver und leistungsfÀhiger Produktionsprozesse schon fast zum Standard. Die Entwicklung geht weiter. Ein nÀchster Schritt soll die Implementierung der Digitalen Fabrik in Second Life sein. Diese Internet-3-D-Infrastruktur ist seit 2003 online und hat inzwischen mehr als sieben Millionen registrierte Nutzer.

„Die effiziente Nutzung neuer und innovativer Kommunikations- und Informationstechnologien ist eine wirksame Antwort deutscher und europĂ€ischer Unternehmen auf die wachsende internationale Konkurrenz“, sagt Prof. Engelbert WestkĂ€mper, Leiter des Fraunhofer-Instituts fĂŒr Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart. „Hierbei muss auch die Nutzung des Internets und seine neuen Möglichkeiten umfassend in die Produktion und ihr Umfeld Einzug finden.“

Vor dem Hintergrund dieser vielfĂ€ltigen AktivitĂ€ten werden vom Fraunhofer IPA internetbasierte Nutzenkonzepte fĂŒr Unternehmen erarbeitet und als Pilotprojekte in Second Life demonstriert. So sieht das IPA die Chance, dass Unternehmen zukĂŒnftig selbst die Möglichkeiten des dreidimensionalen Internets nutzen.

Als Beispiele nennt das IPA die parallelisierte Planung und Steuerung mehrerer Werke oder Konzepte des gegenseitigen Benchmarking und Lernens ĂŒber Standorte. Auch Anwendungen innerhalb und außerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen zur Mitarbeiter- und Lieferantenqualifizierung sind denkbar. DarĂŒber hinaus sollen demnĂ€chst auch Workshops, Seminare und Konferenzen zu den Themen Fabrikplanung, Logistik sowie Produktionsplanung und -steuerung in der virtuellen Welt angeboten werden.

„Wir sind davon ĂŒberzeugt, dass das dreidimensionale Internet auch fĂŒr die Produktion und Logistik von Nutzen ist, indem es dazu beitragen wird, einen Wettbewerbsvorteil herauszuarbeiten“, sagt Dr. Holger Barthel vom IPA. „Die OriginalitĂ€t bzw. die UnkonventionalitĂ€t der Idee liegt darin, die offene und in der Öffentlichkeit immer bekannter werdende Software von Linden-Labs Second Life auch fĂŒr das Produzieren zu nutzen. Das erlaubt der kostenlose Zugang zu Second Life, so dass die Inhalte sowohl fĂŒr zahlreiche Wirtschaftsunternehmen als auch fĂŒr eine breite Öffentlichkeit bereitstehen. Beispielsweise ist dann zu prĂŒfen, inwieweit Visualisierungs- und Skripting-Technologien aus dem Computerspielebereich fĂŒr die Thematik dreidimensionale Produktion transferiert werden können und damit auch die konsequente Nutzung des Internets zweckmĂ€ĂŸiger realisiert werden kann“, ergĂ€nzt Barthel. (dsc)

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