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Ex-Vizekanzler: 3000 Euro pro Monat für Handy-Spiel – Partei zahlte

23.12.2019 | 13:42 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der ehemalige österreichische Vize-Kanzler und FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache gab monatlich 2000 bis 3000 Euro für das Handyspiel "Clash of Clans" aus. Er bezahlte diese Summen mit der Kreditkarte seiner Partei.

Heinz-Christian Strache musste im Mai 2019 nach der so genannten Ibiza-Affäre als österreichischer Vizekanzler zurücktreten, die FPÖ hat ihr ehemaliges Führungsmitglied mittlerweile von der Partei ausgeschlossen. Nach und nach werden aber weitere Verfehlungen des rechtspopulistischen österreichischen Politikers bekannt. So wird wegen der Veruntreuung von Parteigeldern gegen ihn ermittelt, wie Spiegel Online berichtet.

Nun gibt es eine kuriose neue Enthüllung, wie die österreichische Zeitung Der Standard berichtet: Demnach gab Strache jeden Monat zwischen 2000 und 3000 Euro für das grundsätzlich kostenlose Mobile-Game " Clash of Clans " (für iOS und Android) aus, das aber kostenpflichtige In-App-Käufe anbietet.

In dem Bericht heißt es, Strache sei süchtig nach Clash of Clans gewesen. Er soll darin als "Heinrich" mitgespielt haben, was sich allerdings nicht von außen überprüfen lässt. Die In-App-Käufe in "Clash of Clans" habe Strache aber nicht etwa aus eigener Tasche bezahlt, sondern alle Käufe mit der FPÖ-Partei-Kreditkarte bezahlt. Denn Strache habe die Kreditkarte der FPÖ im iTunes-Store hinterlegt. Die Partei bezahlte also Straches Spielsucht.

Strache habe das dann nachträglich als Versehen bezeichnet und behauptet, er habe das Geld an seine Partei zurücküberwiesen und dann für die Microtransaktionen innerhalb des Mobile-Games dann seine eigene Kreditkarte hinterlegt.

Die Vorwürfe stammen bereits aus dem Jahr 2015. Damals wurde die Angelegenheit aber nicht weiterverfolgt. Das scheint sich nun zu ändern.

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