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Exklusiv-Vertrag mit Qualcomm verhindert Windows auf M1-Macs

23.11.2021 | 08:20 Uhr | Peter Müller

Windows auf dem Mac kommt in der Ära des Apple Silicon zu einem Ende. Aber ein neuer Anfang könnte bevorstehen.

Windows auf Apple-Silicon-Macs – technisch geht das, doch die ARM-Version des Microsoftbetriebssystems, ehedem Windows RT genannt, ist nur Entwicklern zugänglich und Software dafür gibt es auch kaum. Apple indes hat in der Intel-Ära keinerlei Berührungsängste mit Windows auf dem Mac gehabt, schon bald nach den ersten Intel-Macs kam im Frühjahr 2006 Bootcamp heraus.

Warum die Beziehung von Redmond und Cupertino wieder einschlafen musste, könnte an einem Vertrag liegen, den Microsoft einst mit Qualcomm geschlossen hat, berichtet XDA . In diesem steht geschrieben, dass Microsoft die ARM-Version von Windows einzig und allein auf Qualcomm-Chips laufen lassen dürfte. Der Vertrag laufe bald aus, einen genauen Termin nennt das Magazin aber nicht.

Markt kommt in Bewegung

Die Gründe für den Exklusivvertrag liegen weit in der Vergangenheit, so soll die Vereinbarung überhaupt erst die Entwicklung von PC-Chips auf ARM-Basis ermöglicht haben. Gegen Ende der Vertragslaufzeit kommt offenbar Bewegung in den Markt, MediaTek soll bereits einen weiteren Chip auf ARM-Basis für Windows entwickeln, Samsung könnte auch bald auf den Zug aufspringen. Und letztendlich könnte nativ oder via Virtualisierer wie Parallels Desktop oder Vmware Fusion auch Windows 11 auf dem Apple-Silicon-Mac laufen, wenn keine rechtlichen Gründe mehr dagegen sprechen. Software für ARM-Windows wird dann folgen.

Qualcomm will indes den M1 übertreffen und arbeitet an einem Chip, für dessen Entwicklung der Konzern ehemalige Apple-Mitarbeiter abgeworben hat.

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