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Experte: iMac Pro mit Mini-LED nicht vor Sommer

15.02.2022 | 09:50 Uhr | Peter Müller

Ross Young, auf die Display-Lieferkette spezialisierter Analyst, denkt nicht, dass es vor Juni ausreichend Panels für einen iMac Pro geben wird. Das heißt aber nicht, dass der große iMac später kommt als man erwartet

Der iMac Pro von 2022 kann sich gar nicht verspäten: Apple hat nie einen Termin genannt, wann die neue Top-Variante kommen soll oder überhaupt je davon gesprochen, dass es wieder einen iMac Pro geben soll. Dennoch gehen viele davon aus, Apple werde seinem im Vorjahr vorgestellten iMac M1 mit 24-Zoll-Monitor noch ein größeres Modell zur Seite stellen. Dieses könnte einen oder gar zwei M1 Pro/Max als SoC mit CPU-, GPU- und neuronalen Kernen sowie gemeinsamen Speicher enthalten, und zumindest in Top-Ausführungen Mini-LED-Displays wie das iPad Pro 12,9'' vom letzten Jahr.

Apple-Trends 2022: High-End-Macs auf dem Weg

Letzteres wäre dann wirklich ein iMac Pro, selbst wenn Apple ihn anders benennen würde. Doch der Display-Spezialist Ross Young dämpft nun die Hoffnungen auf ein baldiges Erscheinen einer solchen Maschine, es seien eben genau die Mini-LED-Panels, die Zulieferer nicht vor Juni in ausreichenden Stückzahlen bereitstellen könnten. Apple werde zudem das Display mit weniger der einzeln dimmbaren Zonen als in iPad Pro und Macbook Pro ausstatten – was bei Diagonalen von 27 Zoll und einem in der Regel größeren Abstand zum Monitor sinnvoll wäre.

Was aus Youngs Prognosen aber nicht folgt: Apple könnte sehr wohl schon im ersten Quartal einen iMac mit 27-Zoll-Bildschirm oder größer vorstellen und in den Handel bringen, dieser müsste sich aber auf ein Retina-Display in 5K oder etwas größer beschränken. Das wäre dann womöglich kein iMac Pro. Diese Marke hatte Apple Ende 2017 eingeführt, um die Wartezeit auf den Mac Pro, der zwei Jahre später kommen sollte, zu verkürzen. Im Frühjahr letzten Jahres nahm Apple den iMac Pro aus dem Angebot, er hatte seine Schuldigkeit getan. Noch verkauft Apple den regulären iMac 27 Zoll mit Intel-Core-Chips der zehnten Generation, zuletzt im August 2020 aktualisiert. Für einen Nachfolger wäre es an der Zeit.

Fraglich bleibt, ob Apple sich die Zeit bis Sommer lässt, um eine komplette Reihe großer iMacs präsentiert, mit und ohne Mini-LEDs oder zunächst im Frühjahr einen iMac 27'' M1 Max mit Retina-LCD bringt und später einen iMac Pro mit Mini-LED und eventuell einer Dual-Option des M1-SoCs nachliefert.

Update vom 15. Februar 2022: 

Ross Young hat seine Prognose bezüglich eines iMacs Pro mit Mini-LED-Display wiederholt: Der Profi-iMac mit dem besseren Bildschirm erscheint im Sommer, womöglich im Juni. Dies kommt als eine Reaktion auf die Eintragungen in die Datenbank der Eurasischen Wirtschaftskommission: Dort waren gestern zwei Desktop-Macs und ein Notebook von Apple aufgetaucht ( wir haben berichtet ). 

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