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Experton fordert ganzheitliche Öko-Sicht

20.04.2009 | 16:47 Uhr |

Experton fordert ganzheitliche Öko-Sicht

Wolfgang Schwab, Senior Advisor der Experton Group, fordert von Unternehmen, die Green IT ernsthaft verfolgen, einen ganzheitlichen Ansatz.
Vergrößern Wolfgang Schwab, Senior Advisor der Experton Group, fordert von Unternehmen, die Green IT ernsthaft verfolgen, einen ganzheitlichen Ansatz.

Solch eine ganzheitliche Sicht fordert auch Experton -Analyst Wolfgang Schwab. Er sagt, zukunftsweisend sei die Frage, wie viel Energie in den Geschäftsprozessen durch den richtigen Einsatz von IT gespart werden könne. Schwab weiter: "Sinnvollerweise sollten sich CIOs mit den einzelnen Fachabteilungen auseinandersetzen und versuchen, die Business-Prozesse dahingehend zu optimieren, dass durch den optimalen Einsatz von IT-Lösungen in den einzelnen Geschäftsprozessen möglichst wenig Energie verbraucht wird".

Unternehmen, die Green IT ernst nehmen wollten, kämen an einem ganzheitlichen Ansatz nicht vorbei, sagt der Senior Advisor der Experton Group. Dieser mache nicht Halt bei Energieeffizienzüberlegungen zum Rechenzentrum . Vielmehr schließe er die Bereiche Office-IT und IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse mit ein.

Öko-Potenziale

Ähnlich den Untersuchungsergebnissen von Gartner konzediert auch Experton-Mann Schwab, dass IT-Projekte in aller Regel nicht von ökologischen Gesichtpunkten getrieben, sondern aus ökonomischen Gründen befeuert werden. Insbesondere in Krisenzeiten komme aber Green IT eine besondere Stellung zu. Begründung von Schwab: "Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass teilweise massive nachhaltige Einsparungen durch Green-IT-Projekte möglich sind:"

So beziffert der Experton-Analyst beispielsweise das Reduzierungspotenzial der Energiekosten in Rechenzentren auf zehn bis 35 Prozent. Durch den öko-intelligenten IT-Betrieb der Arbeitsplätze (ein Stichwort: Desktop-Virtualisierung ) ließen sich 20 bis 50 Prozent der Energiekosten einsparen.

Genug geredet - her mit den Öko-Lösungen

Nicht umsonst schreibt denn auch Gartner-Analyst Mingay den IT-Verantwortlichen ins Stammbuch: Zu deren Aufgaben werde es zunehmend gehören, IT-Techniken so einzusetzen, dass Unternehmen energieeffizient operieren. Sie seien auch für eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes verantwortlich. Ein solches Vorhaben dürfe nicht nur das Geschäftsmodell im engeren Sinn betrachten. Vielmehr müssten auch Wertschöpfungsketten sowie eingesetzte Produkte und Dienstleistungen auf ihre die Umwelt beeinflussenden Eigenschaften hin überprüft werden. Bislang habe die Industrie nur viel geredet über solche Konzepte. In den nächsten zwei Jahren sei es an der Zeit, vorzeigbare Lösungen zu präsentieren. (jm)

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