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Externe Festplatten

15.11.2006 | 13:30 Uhr |

Externe Festplatten

Wer bastlerisch nicht besonders bewandert ist, kann sich mit externen Festplatten behelfen. Durch das zusätzliche Gehäuse, das Netzteil und die Verkabelung sind externe Platten allerdings naturgemäß etwas teurer als interne Laufwerke.

Auch hier gibt es inzwischen drei grundverschiedene Standards (SCSI, das es auch als externe Variante gibt respektive gab, lassen wir hier einmal außen vor).

Da wäre zunächst der USB-Bus, den Apple mit dem ersten iMac eingeführt hat und der inzwischen als Standard in allen Macs und PCs gilt. USB 1.1 ist allerdings für größere Festplatten ungeeignet, da es mit einer Datenrate von maximal 12 Mbit pro Sekunde (in der Praxis ergibt das etwa ein Megabyte pro Sekunde) zu langsam arbeitet. Will man 700 MB (die Datenmenge einer vollen CD) über USB 1.1 auf eine externe Festplatte übertragen, wartet man immerhin schon knapp 12 Minuten.

Aus diesem Grund sollte man besser USB-2.0-Laufwerke benutzen. Hier liegt die Datenrate bei theoretischen 480 MBit pro Sekunde (60 Megabyte pro Sekunde). In der Praxis bleiben davon unter Mac-OS X allerdings nur etwa 20 Megabyte pro Sekunde übrig. Dennoch ist das erheblich schneller als USB 1.1. Um bei unserem Beispiel der vollen CD zu bleiben: Hier wartet man nur noch etwa 35 Sekunden.

Noch schneller geht es mit Firewire (auch IEEE 1394 genannt). Diese Schnittstelle ist vor allem im digitalen Videobereich verbreitet. Fast jeder digitale Camcorder verfügt über eine Firewire-Schnittstelle. Sie eignet sich aber auch zum Anschluss von externen Festplatten. Schon die erste Ausbaustufe (Firewire 400) erreicht in der Praxis am Mac einen Datenrate von etwa 32 Megabyte pro Sekunde. Mit der schnelleren Firewire-800-Schnittstelle sind es fast 60 Megabyte pro Sekunde. In unserem CD-Übertragungs-Beispiel wartet man hiermit nur noch knapp 12 Sekunden.

USB für Sparfüchse, Firewire für Raser

Der Nachteil von Firewire: die Laufwerke sind meist teurer als vergleichbare Festplatten mit USB-Anschluss, da hier für den Hersteller zusätzliche Bauteile und Lizenzgebühren anfallen, die sich auf den Endpreis auswirken. Firewire ist also nichts für Sparfüchse sondern eher was für die Raser unter den Mac-Anwendern, denen es nicht schnell genug gehen kann.

Noch schneller arbeitet der eSATA-Anschluss. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um den oben erwähnten SATA-Port, der allerdings mit speziellen Buchsen und Kabeln auch extern verwendet werden kann. Über eSATA lohnt sich auch der Anschluss eines externen Raid-Systems, denn man erzielt über eSATA Datenraten von über 200 Megabyte pro Sekunde. Apple unterstützt eSATA noch nicht offiziell. Der Hersteller Sonnet bietet aber inzwischen einige eSATA Karten für G5-Macs und Macbooks Pro an.

Sparpotenzial Selbstbau

Wer eine externe Platte einsetzen will und dennoch Geld sparen möchte, kann sich das Wunschgerät selber zusammenbauen. Dazu kauft man sich eine Interne PATA- oder SATA-Festplatte mit der benötigten Kapazität und dazu ein externes Leergehäuse mit USB-, Firewire- oder eSATA-Anschlüssen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick kommt man so zu einer maßgeschneiderten externen Festplatte, die genau das bietet, was man haben möchte. Solche Hubs sind in der Regel etwas teurer.

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