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Externe Touch Bar, Display mit eGPU?

20.01.2017 | 09:44 Uhr |

Zwei Vorschläge für künftige Peripherie: Die Touch Bar wird sich als weiteres Bedienelement neben Tastatur, Maus und Trackpad nur durchsetzen, wenn sie als externes Gerät weite Verwendung in Apples Produktpalette findet. Profis würden sich über einen Thunderbolt-Monitor mit Grafikchips freuen

Die Touch Bar des Macbook Pro ist gewöhnungsbedürftig . Und wenn sie nicht zu einem Einmal-Gimmick verkommen darf, sollte Apple sie in mehr Macs einsetzen, um dereinst die Benutzererfahrung zu erreichen, die wir längst mit Tastatur, Maus und Trackpad gewonnen haben. Womöglich kommt die Touch Bar ja schon bald in das Macbook, aber warum sollte Apple die Nutzer von Desktop-Rechnern ausschließen? Zumal in vielen Einsatzszenarios das Macbook Pro zugeklappt bleibt, ein externer Monitor dran hängt und Eingaben über externe Tastaturen, Mäuse und Trackpads erfolgen. Eine Touch-Bar-Tastatur wäre ein denkbarer Schritt, meint unser Macworld-Kollege Jason Snell .

Während jedoch die Touch ID hinsichtlich Stromverbrauch und sicherer drahtloser Übergabe der Authentifizierung kein Problem darstellen sollte, würde ein Magic Keyboard mit Multitouch-Funktionsleiste aber gewiss öfter an die Ladebuchse müssen. Zudem kommen nicht alle Schreiberlinge mit dem neuen Schmetterlingsmechanismus zurecht und verwenden gerne Tastaturen von Drittherstellern. Also, warum nicht die Touch Bar auf ein Magic Trackpad auslagern? 1:1 umsetzen könnte man das Konzept dann aber nicht mehr, ist das Trackpad schließlich nicht so breit wie der Platz oberhalb der Tastatur.

Mit Thunderbolt 3 Grafikleistung auslagern

Apple baut keine Monitore mehr und empfiehlt - etwa für das Macbook Pro als externe Lösung - 5K-Displays von LG. Klar sind die nicht so hübsch wie ein von Johny Ive gestalteter Bildschirm, aber der scheint derzeit mehr mit dem Design von Apple Stores beschäftigt. Ben Lovejoy von 9to5Mac wirft nun aber eine spannende Idee in den Ring, die wie ein Auftrag an Apples Ingenieure und Designer klingt. Für professionelle Anwendungen, die auf hohe GPU-Leistungen angewiesen seien, wäre doch ein externer Monitor mit eingebauten Grafikkarten, also eGPUs, eine feine Sache. Wieviel Leistung man sich einbauen lässt, könnte man bei der Konfiguration bestimmen, womöglich könnte ein Basismodell auch ganz ohne auskommen. Mit Thunderbolt 3 hat Apple schließlich eine Schnittstelle, die von der CPU aus genügend Bandbreite bietet, um die GPU auch extern werkeln zu lassen.

Noch ein Punkt: Solch ein hypothetischer Monitor könnte sich doch auch als externer Bildschirm für iPad und iPhone erweisen. Hier beschreibt Lovejoy aber selbst die Hürde: Es mag zwar vorstellbar sein, dass Apple schon in Kürze bei iOS-Geräten Lightning durch USB-C ersetzt, es erscheint aber kaum plausibel, dass Intel den Thunderbolt-Standard für einen ARM-Prozessor lizenzieren würde. Die Idee vom konfigurierbaren Apple-Display mit eGPU mag schön klingen, realistisch ist sie nicht, zumal Apple keinerlei Zeichen gesendet hat, zu einem späteren Zeitpunkt wieder einen eigenen Monitor in das Portfolio aufzunehmen. Stattdessen kündigte Apple-CEO Tim Cook vor Weihnachten vage neue Desktops an - die dann vermutlich auch mit Thunderbolt 3 ausgestattet sein werden.

In einer externen Touch Bar und noch mehr in ausgelagerter Grafik stecken sehr viel Fantasie, wollen wir mal sehen, was davon wahr werden könnte.

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