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Solidarität für Apple: Demos gegen das FBI #dontbreakourphones

25.02.2016 | 16:07 Uhr |

Nachdem Apple im Disput mit dem FBI bereits Rückendeckung von den großen IT-Unternehmen wie Google und Facebook bekommen hat, zeigen nun auch die Menschen auf den Straßen ihre Solidarität gegenüber Apple und protestieren weltweit gegen die Forderungen der Strafverfolger.

In den vergangenen beiden Tagen zeigten Demonstranten überall auf der Welt ihre Solidarität mit Apple und protestierten gegen die aktuellen Forderungen des FBI. Demnach soll Apple ein Programm entwickeln, mit welchem die Entsperrung eines iPhones von einem der San-Bernardino-Attentäter möglich ist. Apple verdeutlichte immer wieder den Standpunkt, dass eine digitale Hintertür im iPhone ein viel zu großes Risiko für die Sicherheit von Millionen Menschen darstelle.

Lesen Sie hier alles über die komplette Entwicklung des Falls Apple vs. FBI

Obwohl ein Großteil der US-Amerikaner die Forderungen der Bundesbehörden unterstützt , zeigen sich sehr viele um ihre zukünftige Sicherheit besorgt. Die Freiwilligen-Organisation "Fight for the Future", die sich mit den Fragen der Netzneutralität und Freiheit im Internet beschäftigt, hat die meisten Demos in den USA veranstaltet. Die meistbesuchte fand wohl in Washington statt, aber auch in Palo Alto,  Los Angeles oder New York hielten die Menschen "Don't break our iPhones"-Plakate in die Kameras. Nach Angaben der Non-Profit-Organisation sollten weltweit Demos stattfinden, beispielsweise in Großbritannien und in den Niederlanden, aber auch in Hongkong.

Auch in München trafen sich Demonstranten auf Aufruf des Bündnises „Freiheit statt Angst München“, einem Ableger der Piratenpartei, das aber auch von der FDP und anderen Parteien unterstützt wird. Wir waren vor Ort: Die überschaubare Gruppe der zwölf Teilnehmer zog die wenigen hundert Meter vom Rindermarkt vor den Münchner Apple Store in der Rosenstraße und machte mit Megaphon und Schildern, auf denen Sprüche wie „FBI, Finger weg von meinem Handy“ und „Mein Handy, meine Daten!“ standen, auf das aktuelle Problem aufmerksam. Eine Reaktion der Apple-Mitarbeiter war laut Demonstranten nicht zu erkennen.

Die Veranstalter berichten: "Unmittelbar vor der Aktion übergaben Jimmy Schulz (Netzpolitischer Sprecher der FDP und Vorsitzender der FDP Oberbayern) und Andreas Keck (Stv. Bundesvorsitzender des Liberalen Mittelstandes und Vorsitzender der FDP München) einen offenen Brief an den Wirtschaftskonsul der Vereinigten Staaten, Mr. Scott Woodard. In diesem Brief erinnern Sie an ein Zitat von Benjamin Franklin zur Abwägung von Freiheit und Sicherheit und übermitteln den Wunsch der Freien Demokraten, dass sich die USA dieses Credos erinnern mögen und auf den Einbau von Hintertürchen für die Entschlüsselung von Handys verzichten mögen."

Auch Apple-Chef Tim Cook machte gestern den Standpunkt in einem exklusiven Interview mit ABC News erneut deutlich. Demnach geht es in diesem Fall nicht nur um ein Handy, sondern vielmehr um die Zukunft aller Menschen.

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