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FCC widerlegt Berichte über zu hohe Strahlung von iPhones und Galaxys

20.12.2019 | 11:50 Uhr | Halyna Kubiv

Ende August hat der "Chicago Tribune" Ergebnisse einiger Messungen veröffentlicht, demnach haben die meisten Smartphones eine zu hohe Strahlung.

Der ursprüngliche Bericht des "Chicago Tribune" im August hat für ziemlich viel Wirbel gesorgt ( Macwelt berichtete ). Die Bundeskommunikationsbehörde der USA (Federal Communication Commission – FCC) hatte damals als Folge auf die Berichte versprochen, die gleichen Geräte nochmals seinen standardisierten Test zu unterziehen. Nun stehen die Ergebnisse seit gestern auf der Webseite der Behörde online.

Demnach hat keines der getesteten Geräte die erlaubte Grenze von 1,6 Watt pro Kilo Körpergewicht an SAR-Strahlung überschritten. Die Behörde hat insgesamt elf Geräte getestet: iPhone 7, iPhone X, iPhone XS, Galaxy S9 (in zwei Varianten), Galaxy J3, Moto E5, Moto G6 (in zwei Varianten), Vivo 5 Mini (in zwei Varianten). Die Messungen hat die FCC vom 30. August bis zum 23. September gemacht, die Richtlinien waren die üblichen für solche Tests. Die Messung wurde an einem gewebeähnlichen Material vorgenommen, dazu konnte die FCC noch die Geräte so konfigurieren, dass beispielsweise bei einem Anruf ein Worst-Case-Scenario, heißt, die höchstmögliche Einstrahlung, eintrifft. Dazu ist Kenntnis vom Aufbau der internen Antennen notwendig, dieser Aufbau ist meist proprietär und von den Herstellern zur Verfügung gestellt.

Keines der Smartphones hat bei den Messungen der FCC die Grenze von 1,6 Watt pro kg überschritten. Tatsächlich blieben viele der Messungen unter dem Niveau von 1 Watt/kg. Die Behörde konnte also die Berichte des "Chicago Tribune" nicht bestätigen. In dem veröffentlichten Dokument weist die Behörde ebenfalls die Messdistanz zwischen dem "Körper" und den Smartphones aus, in den meisten Fällen, zumidest bei den drei iPhones beträgt diese 5 mm, die gleiche wie bei den Messungen des "Chicago Tribune". Apple hat sich zu den Berichten bereits im August gemeldet und behauptet, die Test der Zeitung entsprachen nicht den Richtlinien der üblichen Strahlungstests. Nicht klar ist, was nun mit einer Sammelklage passieren wird, die Apple und Samsung wegen zu hoher Strahlung seiner Smartphones verklagt.

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