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Facebooks „Initiative für Zivilcourage Online“ gegen Hass-Kommentare

19.01.2016 | 13:38 Uhr |

Im Internet tauchen immer häufiger Hass-Kommentare und Botschaften gegen Flüchtlinge auf. Neben den von der Regierung ergriffenen Maßnahmen setzt nun auch Facebook ein klares Zeichen und fördert fortan auch Nichtregierungsorganisationen.

In Kooperation mit Menschenrechtsorganisationen und Forschungseinrichtungen hat das Social-Media Unternehmen Facebook die „Initiative für Zivilcourage Online“ mit dem Sitz in Berlin gegründet. Die Organisation will mit der gegebenen Unterstützung in Form von Geld und mit Marketing-Unterstützung seitens von Facebook europaweit gegen den Extremismus im Netz vorgehen.

Rund eine Millionen Euro stehen den Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung. Die Summe setzt sich laut Heise aus freien finanziellen Mitteln und der Unterstützung von Marketing-Aktivitäten auf Facebook zusammen. Bei der Gründung haben sich neben Facebook viele namenhafte Stiftungen beteiligt, wie beispielsweise Amadeu Antonio, das International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violance (ICSR), aber auch das Institute for Strategic Dialogue (ISD). Sowohl das ICSR, als auch das ISD sollen bei der Bekämpfung der Radikalisierung und politischer Gewalt beratend zur Seite stehen.

Facebook-Topmanagerin Sheryl Sandberg teilte am Montag in Berlin mit, dass der Kampf gegen Hasskommentare nicht nur in dem Löschen von solchen bestehen könne . Rund 100 Mitarbeiter der Bertelsmann-Tochter Arvato sollten diese Aufgabe übernehmen, da Facebook diesbezüglich bisher nur sehr wenig Initiative zeigte. „Wir wollten aber mehr unternehmen, als nur Botschaften des Hasses zu löschen“,sagte Sandberg. Mit der „Initiative für Zivilcourage Online“ soll nun ein weiterer Schritt in eine friedlichere Welt im digitalen Zeitalter gemacht werden.

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