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Facebook kritisiert Apple: hohe App-Store-Gebühren schädigen kleine Firmen

23.08.2020 | 07:39 Uhr | Stephan Wiesend

Facebook kritisiert, die hohen Gebühren würden kleine Unternehmen schädigen, betroffen ist nämlich auch ein neues Facbook-Angebot.

Von Seiten des Konzern Facebook wirkt der Vorwurf auf den ersten Blick etwas seltsam: Während einer globalen Pandemie würden durch die hohen App Store-Gebühren kleine Unternehmen geschädigt, so Facebook. Wie Fidji Simo, Head von Facebook App in einem Blogbeitrag erläutert , ist der Vorwurf aber nicht aus der Luft gegriffen. Der Hintergrund ist nämlich ein neues Angebot, das das soziale Netzwerk in zwanzig Ländern eingeführt hat, auch in Deutschland. Nutzer einer Facebook Business-Seite können in diesen Ländern ab sofort kostenpflichtige Events anbieten , im Prinzip werden dabei für Live-Videostreams über Facebook Gebühren abgerechnet. Eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, um etwa mit Yoga-Stunden oder Seminaren Geld zu verdienen. Eigentlich wollte Facebook, das zur Einführung hundert Prozent der Einnahmen an die Veranstalter gehen, um Unternehmen während der Pandemie zu fördern – für das nächste Jahr.

Unter iOS behält Apple 30 Prozent der Einnahmen, unter Android erhält eine Firma die vollen 100 Prozent.
Vergrößern Unter iOS behält Apple 30 Prozent der Einnahmen, unter Android erhält eine Firma die vollen 100 Prozent.


Das gilt aber nun nicht für Veranstaltungen, die über die iOS-App von Facebook verwaltet werden. Apple habe sich schlicht geweigert, auf seine im App Store üblichen 30 Prozent Gebühr zu verzichten. Auch die Alternative, eine Abwicklung der Bezahlung über Facebooks Bezahlmethode Facebook Pay habe Apple nicht erlaubt.  Google habe unter Android zwar ebenfalls nicht auf seine App Store-Gebühr verzichten wollen, zumindest erlaube der Apple-Konkurrent aber die Zahlungsabwicklung durch Facebook. Bei Nutzung von Facebook Pay ist die gebührenfreie Nutzung unter Android dann doch möglich.

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