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Facebook wegen traumatisierender Inhalte von Ex-Mitarbeiterin verklagt

25.09.2018 | 14:32 Uhr |

Eine ehemalige Löschzentrum-Mitarbeiterin hat Facebook in den USA wegen traumatisierender Inhalte verklagt.

Eine ehemalige Facebook-Mitarbeiterin hat Facebook in den USA verklagt. Die Frau war in einem der Facebook-Löschzentren tätig und führt in der Klageschrift an, die tägliche Arbeit mit traumatisierenden Bild- und Videoinhalten habe bei ihr zu einem posttraumatischen Belastungssyndrom geführt. Die Kanzlei Burns Charest, die die Ex-Mitarbeiterin vor Gericht vertritt, strebt eine Sammelklage an , der sich auch andere Facebook-Beschäftigte anschließen können. Die Anwälte wollen einen Fonds für die psychologische Versorgung der Mitarbeiter sowie medizinische Tests erwirken.

Wie Anwalt Korey Nelson erklärt, sind die Facebook-Mitarbeiter in den Löschzentren täglich tausende Videos, Bildern und Livestreams ausgesetzt, in denen Kindesmissbrauch, Morde, Folter oder auch Vergewaltigungen zu sehen seien. Laut der Klage greife Facebook bei seinen Löschzentren vor allem auf Zeitarbeiter zurück, für deren Sicherheit nicht ausreichend gesorgt würde. Durch die belastende Arbeit würden viele von ihnen psychische Schäden davontragen. Facebook selbst räumt ein, dass die Arbeit in den Löschzentren schwierig sei. Psychologische Hilfe würde den Mitarbeitern jedoch intern zur Verfügung gestellt. Von Partnerfirmen würde Facebook dies ebenfalls erwarten. Das soziale Netzwerk prüft eigenen Aussagen zufolge derzeit die Behauptungen der ehemaligen Mitarbeiterin.

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