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Fazit

23.01.2004 | 10:22 Uhr | Peter Müller

Fazit

Das Terascale-System bietet ein bei Supercomputern bislang unerreichtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings ist der Platz 3 in der Top500-Liste recht optimistisch und unter anderem auf die Struktur des zu Grunde liegenden Benchmarks zurückzuführen. Nach über dreißig Jahren ist der Linpack endgültig überholt. Für eine realistische Wertung muss jetzt auch bei den Supercomputern der Trend zu praxisnäheren Benchmarks mit echten Anwendungen gehen.

Nichtsdestotrotz ist Virginia Techs X ein Supercomputer, der bei zahlreichen Anwendungen eine herausragende Leistung bieten dürfte. Skaliert eine Applikation auch noch bei hoher Knotenanzahl und ist der Overhead für den Datenaustausch gering, sind Off-the-Shelf-Cluster aus Standardrechnern um Größenordnungen preiswerter als klassische Supercomputer.
Auch das Problem mit der Zuverlässigkeit eines Systems aus sehr vielen Komponenten scheint man durch Redundanzen und Fehlerkorrekturen inzwischen im Griff zu haben. Daher wird man in näherer Zukunft noch mehr Off-the-Shelf-Cluster mit preiswerten Computern als Nodes in den Top500 finden. Derzeit arbeiten schon 41,6 Prozent aller Top500-Systeme als Cluster - Tendenz weiter steigend. (ala)

Weiterführende Links:

CERN: 200.000 PCs in einem Grid

Supercomputing: Die neue Top500-Liste Supercomputing

Cray X1: Der Griff nach den Peta-Flops

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