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Fazit

23.07.2008 | 13:40 Uhr |

Fazit

Zu spät: Die Warnung vor dem Überlauf kommt fast immer zu spät.
Vergrößern Zu spät: Die Warnung vor dem Überlauf kommt fast immer zu spät.

Mac-OS X 10.5 enthält mehr Schutzmechanismen als die älteren Versionen des Betriebssystems. Trotzdem lässt es sich zum Stillstand bringen (mit dem Cursor in Regenbogenfarben) oder gar zum Absturz. Dagegen hilft im Zweifelsfall nur eine Sicherungsmaßnahme: ein funktionstüchtiges Backup.

Info Zugriffsrechte reparieren

Um zu funktionieren, braucht jede Software - sei es Finder oder als Beispiel ein Internet-Browser - Zugriffsrechte auf Dateien und Ordner. Normalerweise erbt die Software diese Rechte vom Benutzer, in dem Moment, in dem er sie aufruft. Soll heißen: Wer Safari startet, kann Dateien aus dem Internet laden und im Benutzerordner speichern. Solche Dateien kann Safari aber beispielsweise nicht in den besonders geschützten Ordner "System" oder "Library" speichern.

Reparieren muss man diese Rechte sehr selten; und selbst wenn das Festplatten-Dienstprogramm einen oder zwei Fehler anzeigt, ist das kein Grund zur Besorgnis. Welche Rechte ein Benutzer hat, entscheidet man bei der Ersteinrichtung: Der Benutzer, der bei der Installation von Mac-OS X angelegt wird, hat Administrationsrechte, sprich: vollen Zugriff auf alle Funktionen und Dateien.

Selten notwendig Wenn man am Mac aber eine Datei nicht mehr verändern kann, manchmal auch nicht mehr löschen kann, oder sich eine Software über fehlende Rechte beschwert, wenn man beispielsweise versucht, Einstellungen zu ändern oder Dateien zu speichern, dann (und nur dann) ist es an der Zeit, die Zugriffsrechte zu reparieren.

Denn Mac-OS X bedient sich - in der Regel unsichtbar - einer Reihe von Unix-Programmen. Diese Programme aber reagieren empfindlich auf falsche oder fehlende Zugriffsrechte, was bis Version 10.4 von Mac-OS X mit unschöner Regelmäßigkeit bei einem Update zu Ärger führte. Mal ließ sich ein solches Unix-Programm nicht mehr beenden, mal weigerte es sich, neu zu starten. Hinzu kommt, dass manche Rettungsversuche, die in den Zeiten von Mac-OS 9 hilfreich waren, unter Mac-OS X ernsthaften Schaden anrichten können. Dazu zählt zum Beispiel einen Mac mit Mac-OS 9 zu starten und Dateien innerhalb der Systemordner von Mac-OS X von Hand zu verschieben. Da Mac-OS 9 die Unix-Zugriffsrechte nicht berücksichtigt, verschlimmert dieses Verfahren in der Regel das Problem.

Zurücksetzen Deshalb gibt es seit Mac-OS X 10.1 im Festplatten-Dienstprogramm eine Funktion namens "Zugriffsrechte reparieren", die aber anders funktioniert, als man annehmen möchte. Es beginnt beim Namen: Die Software kann die Zugriffsrechte nicht reparieren, denn Zugriffsrechte sind nie defekt.

Sie sind mitunter falsch und das Festplatten-Dienstprogramm kann sie auf einen Wert zurücksetzen, der irgendwo vorgegeben ist. Doch dafür hat Apple enge Grenzen gesetzt: Das Prüfverfahren beschränkt sich auf die Ordner "System", "Library" und "Programme" (dort aber nur auf die Software, die von Apple stammt). Der Benutzerordner inklusive aller Unterordner und Dateien wird bei dieser Reparatur nie verändert.

Mit Mac-OS X 10.5 hat sich daran nichts geändert. "Zugriffsrechte reparieren" bedeutet, dass die Zugriffsrechte auf die Ordner "System", "Library" und "Programme" auf den Stand gesetzt werden, der in den "Quittungen" gespeichert ist ("/Library/Receipts").

Der folgende Befehl zeigt, welche Quittungen unter 10.4 ausgewertet werden, unter 10.5 sieht man die Liste, wenn man "DiskTool" durch "DiskManagementTool" ersetzt.

strings /System/Library/PrivateFrameworks/DiskManagement.framework/ Resources/Disk Tool | grep bom

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