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Fazit

09.07.2007 | 10:54 Uhr |

Fazit

Der Trend zu multi-core- und many-core-Architekturen ist ungebremst. Der von IBM entwickelte Cell-Prozessor, der in der Playstation 3 bereits millionenfach zum Einsatz kommt, ist mit seinen 9 heterogenen Kernen dabei nur der Anfang.

Clearspeed hat eine Erweiterungskarte im Angebot, auf der ein Prozessor mit 96 Kernen arbeitet und die im japanischen TSUBAME-System zum Einsatz kommen. NVIDIA präsentierte auf der ISC den G80-Prozessor mit 128 Kernen. Er nutzt Technologien, die ursprünglich für Grafikkarten entwickelt wurden, nun auch für HPC-Anwendungen. Und auch Intel wirbt bereits seit einiger Zeit mit seiner Polaris-CPU. In diesem Forschungsprojekt soll eine CPU mit 80 Kernen zusammen mit innovativen Technologien der Speicheranbindung entwickelt werden. Ein Exemplar dieser CPU war auf dem Intel-Stand zu bewundern.

Eine positive Überraschung der ISC war der Auftritt zweier alter Mitspieler im High-Performance-Computing, SGI und SUN. SGI scheint die wirtschaftlichen Turbulenzen der letzten Jahre überstanden zu haben und stellte in Dresden mit ICE (Integrated Compute Environment) eine neue Plattform vor. In ihr sollen die Vorteile von Cluster mit denen der Altix-Plattform verschmolzen werden. Sie stellt zugleich den Abschied von SGI vom Itanium dar. Auch SUN scheint den Bereich HPC nach einigen Jahren Abstinenz als strategisches Feld wiederentdeckt zu haben. Dies mag auch daran abzulesen sein, dass Andy Bechtolsheim, Mitbegründer und mittlerweile „Chief Architect and Senior Vice President, Network Systems“, in Dresden anwesend war. (ala)

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