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Festplatten mit Tempolimit

28.04.2007 | 09:00 Uhr

Festplatten mit Tempolimit

An die Basisstation schließt man wie bei der Aiport Express einen Drucker über die USB-Schnittstelle an. Im Test richten wir problemlos den Canon-Multifunktionsdrucker Pixma MP 810 als Netzdrucker ein. Ist der Druckertreiber installiert, rufen Client-Rechner im Druckmenü einer Anwendung das Modell als Bonjour-Drucker auf.

Neu ist hingegen die Möglichkeit, Festplatten an die USB-Schnittstelle der Station anzuschließen. Im Test sprechen wir eine Mac-formatierte sowie eine FAT32-formatierte USB-Platte problemlos als Netzlaufwerke an. Die Festplatten schützt man vor unbefugtem Zugriff mit Kennwörtern oder indem man Zugänge für jeden Nutzer einrichtet. Die Basisstation fungiert als Fileserver für die angeschlossenen Festplatten, im Finder findet man die Festplatten unter „Mein Netzwerk/Airport Extreme“. Für Datenaustausch im großen Stil ist die Festplattenfunktion der Basisstation jedoch nicht geeignet. Eine USB-Festplatte, die bei direktem Anschluss an den Rechner rund 22 MB pro Sekunde überträgt, wird von Apples Funkstation nur langsam angesteuert. Im Test messen wir eine Schreibgeschwindigkeit von lediglich drei MB pro Sekunde, die Lesegeschwindigkeit liegt bei 4,3 MB pro Sekunde. Damit überträgt man Daten nur im Zeitlupentempo, für größere Datenmengen eignet sich die Festplattenfunktion nicht.

Fazit

Mit Apples neuer Basisstation sowie einem Mac, der Draft-n fähig ist, erreicht man deutliche Geschwindigkeitssteigerungen im Vergleich zum alten Airport Extreme. Bis zu dreimal schneller funkt Apples neue Basisstation in unserer Testumgebung – und das bei gegenüber der US-Version gedrosselter Leistung. Eine spürbare Steigerung der Reichweite können wir allerdings im Test nicht feststellen. Hier macht sich negativ bemerkbar, dass Apple keinen Anschluss für externe Antennen eingebaut hat. Verbindet man USB-Festplatten mit der Station, lassen sich kleinere Dateien bequem im Funknetz verwalten. Für größere Dateien ist die Kommunikation zwischen Station und Platte aber schlichtweg zu langsam.

So testet Macwelt

TestumgebungWir testen die Airport Extreme Basisstation mit einem Macbook mit 2GHz Intel Core 2 Duo Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher. Um die Datenrate zu ermitteln, schreiben und lesen wir jeweils 1 GB Testdaten auf einen iMac G5 (1,8 GHz, Power-PC, 1 GB RAM), der per Netzwerk mit der Basisstation verbun-den ist.

TestverfahrenWir stellen das Macbook an unterschiedlichen Stellen in einer Büroumgebung auf.

An jedem Messpunkt ermitteln wir die Datenrate. Die Signalstärke messen wir mit Hilfe des Airport Dienstprogramms von Apple. Um Vergleichswerte zu ermitteln, nehmen wir alle Messungen ebenfalls mit der Airport Express Station vor.

Wertung

Schnelle neue Basisstation mit Festplatten-Funktion

Note: 1,4 sehr gut

Vorzüge der vorläufige Standard Draft-n ermöglicht höhere Datenraten, unkomplizierte Nutzung von Festplatten im Netz

Nachteile gedrosselte Leistung in einigen Ländern, geringer Datendurchsatz von angeschlossenen Festplatten

Alternative Airport Express, Draft-n-fähige WLAN-Router

Preis € (D,A) 179, CHF 249

Technische Angaben

Systemanforderungen: Mac-OS X 10.4.8, Mac mit Airport- oder Airport-Extreme-Karte

Info Apple

Macwelt Marktplatz

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